Durchleuchtet bald eine GPK die Causa Kunz?
Die Aktion Bündner Kunstmuseum hat die Wiedereinsetzung des Kunsthausdirektors Stephan Kunz erfolgreich lanciert. Abgeschlossen hat das Komitee rund um den Liedermacher Linard Bardill den Fall aber noch nicht. «Wie sich die Zusammenarbeit des neuen Doppeldirektoriums in der Praxis erweist, wird sich zeigen. Wir sind skeptisch optimistisch», schreibt das Komitee in einer Mitteilung.
Nach wie vor fordert es, dass die «Verantwortlichen des Desasters benannt und sanktioniert werden». So habe die Causa Kunz einen Imageschaden hinterlassen, deren Bewältigung sei kostspielig gewesen und sie habe interne Administrations- und Personalprobleme im Amt für Kultur Graubünden aufgezeigt.
SP hofft auf Untersuchung
Das Komitee erwartet die von der Bündner SP bereits angekündigte Lancierung einer Untersuchung. Laut der Mitteilung tagt die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rates am Mittwoch. Wie Philipp Wilhelm auf Anfrage sagte, stehe seine Partei weiter zu dieser Ankündigung. «Wir hoffen, dass die Kommissionsmitglieder eine entsprechende Untersuchung einleiten werden», sagte der Präsident der SP Graubünden auf Anfrage.
Einzelne anonyme Personen haben sich auf der Website dujetzredi.ch bereit erklärt, einer Geschäftsprüfungskommission Auskunft zu erteilen, wie es in der Mitteilung der Aktion Bündner Kunstmuseum weiter heisst.
Im Juni hatte Martin Jäger Stephan Kunz vom Direktor des Bündner Kunstmuseums zum Hauptkurator degradiert. Nach einem Proteststurm in der Kulturszene machte der Regierungsrat einen Rückzieher und die Angelegenheit zur Chefsache. Als Lösung wurde eine Co-Direktion mit Kunz und Nicole Seeberger präsentiert.