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Drastische Einschnitte bei Operationen in Grossbritannien

Den Briten stehen möglicherweise dramatische Einschnitte im Gesundheitswesen bevor: Kindern sollen etwa nur noch nach sieben durchgestandenen Entzündungen die Mandeln entfernt werden.

Südostschweiz
Donnerstag, 28. Juli 2011, 12:23 Uhr
Bald nichts mehr zu lachen in britischen Spitalbetten: Das Königreich will bei Operationen sparen (Symbolbild).

London. – In britischen Spitälern soll nach einem Bericht der Zeitung «Independent» aus Kostengründen die Zahl der Operationen deutlich zurückgeschraubt werden. Das schuldengeplagte Grossbritannien muss im staatlichen Gesundheitssystem NHS in den nächsten vier Jahren 20 Milliarden Pfund (rund 26 Milliarden Franken) sparen.

Deshalb sollen beispielsweise Hüft- und Kniegelenksprothesen oder Venenoperationen limitiert werden. Zwei Drittel aller Spitäler sähen sich zu der Rationierung gezwungen, schreibt die Zeitung.

Gelenkersatz wird demnach nur noch bei chronischen Schmerzen gewährt. Übergewichtige Patienten werden nur operiert, wenn sie vorher abgenommen haben. Der sogenannte Graue Star wird nur noch operativ bekämpft, wenn die Patienten so schlecht sehen, dass ihre Arbeitsfähigkeit massiv beeinträchtigt ist.

Die Ergebnisse wurden bei einer Umfrage des Gesundheitsmagazins «GP» zusammengestellt, berichtete der «Independent» weiter. Viele Ärzte seien besorgt über die Entwicklung. (sda)

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