Dank und Mahnung
Der dritte Silvester mit Feuerwerksverbot ist vorbei. Während die einen glauben, in der Nacht deutlich mehr glitzernde Feuerbälle explodieren gesehen und vor allem gehört zu haben, meint die Gemeinde, dass es dieses Jahr deutlich ruhiger gewesen sei.
Der dritte Silvester mit Feuerwerksverbot ist vorbei. Während die einen glauben, in der Nacht deutlich mehr glitzernde Feuerbälle explodieren gesehen und vor allem gehört zu haben, meint die Gemeinde, dass es dieses Jahr deutlich ruhiger gewesen sei.
Dementsprechend dankt Landrat Jürg Zürcher denn auch all jenen, die sich an das vor zwei Jahren vom Davoser Souverän beschlossene Verbot gehalten haben. Das sei die überwiegende Mehrheit gewesen, stellt er fest. Wenig Verständnis hat er indes für all jene, die ihre mitgebrachten Raketen und Böller dennoch den Nachthimmel steigen liessen. «Die Gemeinde informierte sehr offensiv», sagt er auf Anfrage der DZ. «Es wurden Flyer in alle Zweitwohnungen und Hotels verteilt, Banner an drei Orten über der Strasse aufgehängt sowie über diese Zeitung und online informiert. Mehr können wir nicht mehr tun.» Doch anders als zum 1. August, wo zum Verbot noch eine grosse Brandgefahr kam, seien zu Silvester auch viele ausländische Gäste hier, die ihr Feuerwerkszeug halt bereits mitgebracht hätten.
Schwierige Situation
Nachdem das Verbot nun eigentlich allen bekannt gewesen ist, war es Angelegenheit der Polizei, dieses auch durchzusetzen. «Sie war auf die Problematik sensibilisiert, doch es war nicht ihre einzige Aufgabe in dieser Nacht.» Ausserdem gestaltete sich das Habhaft-Machen der Fehlbaren als ausgesprochen schwierig. Nicht nur, dass die Standorte der Anhänger der Pyrotechnik meistens nur mit einiger Verzögerung hätten lokalisiert werden können. Beim Eintreffen der Polizeipatrouillen vor Ort hätten diese oft nur noch Leute beim Wegrennen beobachten können, erzählt Zürcher. Dennoch hätten in einigen Fällen Bussen ausgesprochen werden können. Diese be-trägt gemäss Bussenkatalog 100 Franken. Zusätzlich seien mehrere Untersuchungen eingeleitet worden. Über den Stand der polizeilichen Ermittlungen will sich der Kleine Landrat nicht äussern, doch: «Grundsätzlich kann die Bewilligungsgebühr für das Abbrennen von Feuerwerk von bis zu 3000 Franken nachgefordert werden. Dazu kommen dann noch die Busse und eine Bearbeitungsgebühr.» Aufgrund der schwierigen Beweisführung bleibt der Gemeinde allerdings nicht viel mehr, als an die Vernunft der Bevölkerung zu appellieren, und «Wir geben nicht auf», sagt Zürcher.
Wie es am Silvester auch gehen kann, zeigt derweil das Hotel Grischa. Seit einigen Jahren schon präsentiert ein vom Hotel eingeladener Feuerkünstler auf dem Bahnhofsplatz seine Magie. Ganz ohne Lärm und für alle Anwesenden einsehbar.
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