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Dem Kinderheim Therapeion in Zizers droht die Schliessung

Dem Kinderheim Therapeion in Zizers für acht schwerstbehinderte Kinder geht das Geld aus. Die Gründe: Der Kanton hat keine zusätzlichen Plätze bewilligt, der Bund hat seine Beiträge gekürzt.

Südostschweiz
Sonntag, 08. April 2012, 15:00 Uhr
Bald ein Bild aus vergangenen Tagen: Das Kinderheim Therapeion droht zum Opfer einer neuen IV-Regelung zu werden.

Zizers. – Im Kinderheim Therapeion in Zizers werden acht schwerstbehinderte Kinder aus der Ostschweiz betreut. Zudem bietet das seit 40 Jahren bestehende Heim jenen Eltern, die ihre behinderten Kinder zu Hause pflegen, tage- oder wochenweise wertvolle Entlastungsmöglichkeiten. Doch dem Heim droht mittelfristig die Schliessung, wie Stiftungsratspräsident Andreas Handke gegenüber der "Südostschweiz am Sonntag" sagte.

Bund und Kanton

Einer der Gründe für die finanziellen Schwierigkeiten ist die neue Praxis der Invaldienversicherung (IV), finanzielle Beiträge nur noch an integrationsfähige Kinder auszurichten. Um die Geldnot zu lindern, hat das Therapeion den Kontakt zum Schulheim Chur gesucht. "Wir haben erste Fusionsgespräche geführt", so Handke. Diese hätten ergeben, dass der Kanton zusätzliche Betreuungsplätze hätte bewilligen müssen. Doch die Regierung habe einen entsprechenden Antrag abgelehnt. (dea)

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