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«Da kommen keine Skandale hervor»

Die Saaserin Stephanie Mayer-Bruder hat sich bereits als Jugendliche für Politik interessiert. Die energiegeladene Hausfrau und Mutter ist auch in der GPK tätig.

Conradin
Liesch
09.06.22 - 13:00 Uhr
Politik
Im vergangenen Jahr war Stephanie Mayer-Bruder Gemeinderats-Präsidentin.
Im vergangenen Jahr war Stephanie Mayer-Bruder Gemeinderats-Präsidentin.
ZVG

Aufgewachsen in Saas, absolvierte Stephanie Mayer nach der obligatorischen Schulzeit noch ein 10. Schuljahr in Cazis, bevor sie beim Amt für Landwirtschaft und Geoinformation Graubünden (ALG)die Lehre als Kauffrau absolvierte und gleichzeitig die Berufsmatura abschloss. Stephanie Mayer arbeitete beim ALG noch weiter bis 2016 und besuchte berufsbegleitende Schulen. Daraufhin war sie eineinhalb Jahre in einem Treuhandbüro tätig. Zusammen mit ihrem Mann hatte sie im Juni 2013 das Geschäft «Nando Mayer Mechanik» in Küblis gegründete. Sie erledigt dafür bis heute die Buchhaltung und Administration. Auf der Website der Firma sind ihre Kinder als Junior-Chefs ebenfalls aufgeführt – ein reiner Familienbetrieb also …

Schon immer politisch interessiert

Die politische Tätigkeit von Stephanie Mayer-Bruder zeichnete sich schon früh ab: «Ich war schon immer politisch interessiert», schmunzelt sie, «es wurde mir wahrscheinlich schon in die Wiege gelegt, denn Politik war bei uns daheim immer ein Thema.  Sie entschloss sich mit 14 Jahren, der Jungen SVP beizutreten, danach kam alles ins Rollen: «Angefangen hat es mit der Eingemeindung von Saas, wofür ich mich sehr einsetzte, dazu war ich als Aktuarin bei der SVP Klosters-Serneus tätig», erzählt Stephanie Mayer-Bruder. Als sie angefragt wurde, für den Gemeinderat zu kandidieren, sagte sie zu und wurde 2016 in die Klosterser Legislative gewählt, ebenso in die Geschäftsprüfungskommission (GPK).

Bereits in ihrem fünften Jahr, 2021, wurde sie als Gemeinderatspräsidentin «höchste Klosterserin». «Die ersten vier Jahre waren eine schwierige Zeit», blickt sie zurück, «zudem ist da die Geschäftsprüfungskommission am einen oder anderen Ort angestanden».

Das Jahr als Gemeinderatspräsidentin war für sie prägend: «Ich habe noch nie so viel gelernt wie in diesem sehr intensiven Jahr, auch freies Reden und spontan agieren, Sachen die ich mitnehmen kann».

Zentrumsplanung sehr intensives Thema

Umso mehr geniesst sie die jetzige Tätigkeit als Gemeinderätin: «Es ist sehr angenehm mit Hansueli Roth und wir konnten viel aufholen im ersten Jahr der jetzigen Legislaturperiode.» Die Arbeit geht natürlich nicht aus, auch in der GPK nicht: «Die laufende Administrativuntersuchung fordert uns, das ist eine sehr (zeit)aufwendige Geschichte», sagt sie und bekennt, dass sie die Initiative nicht befürwortet hat: «Weil da keine Skandale hervorkommen». Dennoch ist sie überzeugt, dass man damit im gewährten Kostenrahmen bleiben kann, denn es seien wirklich starke Leute, welche diese Untersuchung durchführen.

Was Klosters in der kommenden Zeit sehr beschäftigen wird, ist die Zentrumsplanung, das weiss auch Stephanie Mayer-Bruder: «Es ist noch schwierig » sinniert sie und meint dann entschlossen: «Wir müssen schauen, dass es nicht nochmals so etwas wie beim ‹Montana› gibt.» Eine Vorlage zur Überbauung des Areals war vom Klosterser Souverän im November 2017 abgelehnt worden.

Auch in der Sache «Schule Saas» müsse man angesichts der Geburtenzahlen «nochmals über die Bücher», meint sie.  Hingegen ist sie immer noch der Meinung, dass die Eingemeindung von Saas die rechte Entscheidung war, und schmunzelt dann: «Es gab hier schon immer zwei Parteien, das ist so in Saas…».

Sie freut sich aber, dass Klosters so gut dasteht: «Wir haben einen traumhaften Abschluss» – hier freut sich die Buchhalterin – «und wissen manchmal nicht, wie gut wir es hier haben.» Sie hofft, dass die Arbeit dem Vorstand in neuer Konstellation in diesem Tempo weitergeht: «Wir sind auf Kurs!» sagt sie abschliessend.

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