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Chávez und Ahmadinedschad streben «neue Weltordnung» an

Chávez und Ahmadinedschad streben «neue Weltordnung» an

Der Iran und Venezuela wollen sich gemeinsam für eine «neue Weltordnung» einsetzen. Das erklärte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad bei einem Besuch seines venezolanischen Kollegen Hugo Chávez in Teheran.

Südostschweiz
vor 10 Jahren in
Herzlicher Empfang für Chavez durch Ahmadinedschad.

Teheran. – Diese neue Ordnung werde auf der Grundlage von Menschlichkeit und Gerechtigkeit beruhen, sagte Ahmadinedschad. Beide Staatschefs kritisierten den «Imperialismus» der Vereinigten Staaten. Diejenigen, die derzeit nach Dominanz in der Welt strebten, stünden am Rande des Zusammenbruchs.

Chávez sagte nach Angaben der venezolanischen Nachrichtenagentur AVN, alle Bemühungen, die Fortschritte Venezuelas und des Irans zu stoppen, seien zum Scheitern verurteilt. Beide sprachen von einer «strategischen Allianz» ihrer Staaten, die die derzeitige Weltordnung beseitigen werde.

Angesichts einer Zeit «grosser Bedrohungen» sei es nötig, rasch strategische Bündnisse unter anderem in Politik, Wirtschaft und sozialen Bereichen zu schmieden, sagte Chávez.

Insgesamt unterzeichneten die beiden Präsidenten elf Abkommen. Im Mittelpunkt stand dabei die Zusammenarbeit im Energiesektor, wie das Staatsfernsehen berichtete.

Vorgesehen sei unter anderem der Aufbau einer gemeinsamen Ölgesellschaft, eine Beteiligung der staatlichen venezolanischen Ölgesellschaft an der iranischen Gasförderung auf den Feldern von South Pars sowie der Bau einer Raffinerie in Syrien, dem wichtigsten arabischen Verbündeten Teherans.

Chávez war am Dienstag zu seinem bislang neunten Besuch im Iran eingetroffen. Ahmadinedschad war im vergangenen Jahr in Venezuela zu Gast. (sda)

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