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Bundesrätin Doris Leuthard weilt in Poschiavo

Bundesrätin Doris Leuthard ist am Donnerstag in Poschiavo eingetroffen. Sie nimmt an der Alpenkonferenz teil, die sich Umweltfragen widmet.

Südostschweiz
Donnerstag, 06. September 2012, 19:00 Uhr
Bundesrätin Doris Leuthard auf Besuch beim Kräuterbauern Reto Raselli in Le Prese.

Poschiavo. – Die Schweiz ist dieses Jahr zum zweiten Mal Gastgeberin der Alpenkonferenz, denn sie steht nach 1999/2000 zum zweiten Mal der Alpenkonvention vor. Und als Vorsteherin des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) kommt Leuthard die Gastgeberrolle zu. Ins Puschlav eingeladen hat die Bundesrätin Ministerinnen und Minister aus Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein und Monaco, Österreich, Slowenien und der Europäischen Union.

Die Alpenkonferenz bildet das beschlussfassende Organ der Alpenkonvention. Die Konvention ist das erste völkerrechtlich verbindliche Übereinkommen zum Schutz einer Bergregion weltweit. Es wurde von den acht Alpenstaaten und der EU 1998 ratifiziert, In der Schweiz trat die Konvention 1999 in Kraft. Bisher nicht ratifiziert wurden hierzulande wie auch in Italien die zusätzlichen Protokolle über Landnutzung, Naturschutz, Bergwälder, Tourismus, Bodenschutz, Energie, Transport und Konfliktbereinigung.

Traditionelles Vierertreffen

In Poschiavo stehen die Ergebnisse der Rio+20-Konferenz und die Umsetzung der Richtlinien für eine grüne Wirtschaft im Alpenraum auf der Traktandenliste. Gesprochen wird ausserdem über nachhaltigen Tourismus und die Bedeutung der erneuerbaren Energien. Das UVEK betonte, in der neuen Energiepolitik des Bundesrates komme den Alpen eine wichtige Rolle zu.

Im Anschluss an die Konferenz trifft sich die Schweizer Umweltministerin heute mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, Österreich und Liechtenstein in Morteratsch. Es ist laut UVEK ein «traditionelles Vierertreffen», das jedes Jahr stattfindet. Austauschen will man sich über bevorstehende internationale Konferenzen zu Fragen der Biodiversität und des Klimas.

Erstmals «Alpenwoche»

Zum ersten Mal findet die Alpenkonferenz im Rahmen einer «Alpenwoche» statt. Sie hat am Mittwoch begonnen und dauert bis Samstag. Auf Podien, in Referaten und Workshops werden unter dem Schlagwort «Erneuerbare Alpen» die Herausforderungen dieses Lebensraums beleuchtet. Die Palette der Themen reicht von Verkehr und Mobilität bis zur Rolle der KMU für die lokale Wirtschaft. Organisiert haben die Veranstaltung unter anderen das Bundesamt für Raumentwicklung und die Internationale Alpenschutzkonvention (CIPRA) in Zusammenarbeit mit der Regione Valposchiavo. (han)

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