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Boris Johnson: COP26 muss Bombe des Klimawandels entschärfen

Der britische Premierminister Boris Johnson hat als Gastgeber des Klimagipfels COP26 die Weltgemeinschaft auf schnelles und ehrgeiziges Handeln gegen die drohende Klimakatastrophe eingeschworen.

Agentur
sda
01.11.21 - 14:17 Uhr
Politik
Der britische Premierminister Boris Johnson spricht während der Eröffnungszeremonie des UN-Klimagipfels COP26 in Glasgow. Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa
Der britische Premierminister Boris Johnson spricht während der Eröffnungszeremonie des UN-Klimagipfels COP26 in Glasgow. Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa
Keystone/AP/Alberto Pezzali

Das Treffen müsse «diese Bombe» entschärfen und «der Anfang vom Ende» des zerstörerischen Klimawandels werden, sagte Johnson zu Beginn der feierlichen Eröffnungszeremonie am Montag in Glasgow. «COP26 kann und darf nicht das Ende der Geschichte sein.» Man habe mit dem Pariser Klimaabkommen ein Rettungsboot geschaffen, dem man nun einen Schubs in die Richtung einer grüneren, saubereren Zukunft geben müsse.

«Es ist eine Minute vor Mitternacht auf der Uhr des Weltuntergangs», sagte Johnson. «Wir fühlen uns vielleicht nicht wie James Bond und sehen vielleicht auch nicht so aus.» Aber mit Blick auf den Film-Geheimagenten und die Gefahr der Erderhitzung sagte er: «Lasst uns diese Bombe entschärfen.» Man habe nun die einmalige Chance, das Ruder herumzureissen und dafür zu sorgen, dass kommende Generationen die heutigen Mächtigen nicht verurteilen würden, sagte der Premier zu seinen Amtskolleginnen und -kollegen.

In den kommenden zwei Wochen wollen rund 200 Staaten in Glasgow darum ringen, wie sie das in Paris beschlossene Ziel, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen, noch erreicht werden kann. Die bisherigen Pläne der Staaten reichen dafür bei weitem nicht aus.

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Wenn in den armen Regionen der Welt das Bevölkerungswachstum sich weiter dynamisch entwickelt und die Kindersterblichkeit auf Grund besserer ärztlicher Versorgung sinkt, kommen diese Länder, vor allem in Afrika, nicht aus diesem Teufelskreis heraus.
Eigentlich sollte Entwicklungspolitik vor allem aus Bildungsentwicklung bestehen. Wenn aber in diesen Ländern neben Totalitarismus und Korruption auch noch religiöse Verblendung dominiert, laufen auch diese Bemühungen ins Leere.
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