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Knapp 2 Prozent aller Anmeldungen bei der IV wegen Long Covid

Knapp zwei Prozent aller Neuanmeldungen bei der IV erfolgen wegen Long Covid. Eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherungen zeigt zudem, dass diese Menschen häufiger eine Rente zugesprochen erhielten als Personen ohne Long Covid.

Agentur
sda
30.01.25 - 10:10 Uhr
Politik
Behandlung einer Patientin mit Long Covid. Rund 2900 Personen meldeten sich von 2021 bis 2023 wegen Long Covid bei der Invalidenversicherung (IV) an. (Archivbild)
Behandlung einer Patientin mit Long Covid. Rund 2900 Personen meldeten sich von 2021 bis 2023 wegen Long Covid bei der Invalidenversicherung (IV) an. (Archivbild)
KEYSTONE/Ti-Press/ALESSANDRO CRINARI

Analysiert wurden Daten aus den Jahren 2021 bis 2023. In diesen drei Jahren meldeten sich laut der am Donnerstag veröffentlichten Studie schätzungsweise rund 2900 an Long Covid erkrankte Menschen bei der Invalidenversicherung (IV) an. Sie hatten schwere Symptome und waren meist zu hundert Prozent krankgeschrieben.

Der Anteil der Rentenbeziehenden war unter Long-Covid-Patienten höher: Ende 2023 erhielten 12 Prozent der Long-Covid-Betroffenen, die sich 2021 und 2022 bei der IV angemeldet hatten, eine Rente. In der Referenzgruppe ohne Long Covid lag der Anteil bei 9 Prozent.

Bei rund 60 Prozent der Angemeldeten verbesserte sich die Arbeitsfähigkeit innerhalb der ersten zwei Jahre nach der Anmeldung bei der IV leicht. Ein erheblicher Teil der Erkrankten blieb aber vollständig arbeitsunfähig.

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