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Atomkraftwerk-Betreiber sollen Jodtabletten-Verteilung bezahlen

Der Bundesrat will, dass die Betreiberinnen der Atomkraftwerke künftig für die Verteilung der Jodtabletten zum Schutz der Bevölkerung im Umkreis von 50 Kilometer um ein Werk aufkommen. Dazu hat er das Strahlenschutzgesetz präzisiert und in die Vernehmlassung geschickt.

Agentur
sda
10.03.23 - 11:00 Uhr
Politik
Der Bundesrat will die Betreiber der Kernkraftwerke verpflichten, die Kosten für die Verteilung der Jodtabletten im Umkreis von 50 Kilometern um ein Werk zu übernehmen. (Archivbild)
Der Bundesrat will die Betreiber der Kernkraftwerke verpflichten, die Kosten für die Verteilung der Jodtabletten im Umkreis von 50 Kilometern um ein Werk zu übernehmen. (Archivbild)
KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Damit werde das im Gesetz verankerte Verursacherprinzip präzisiert, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte. Weiter sollen künftig auch die Kosten für Sanierungsmassnahmen bei radioaktiv kontaminierten Standorten durch die AKW-Betreiber getragen werden. Die Vernehmlassung dauert bis am 19. Juni.

Der Bundesrat hat in einer Verordnung zudem festgelegt, dass im Umkreis von 50 Kilometern um das Atomkraftwerk Mühleberg im Kanton Bern keine Jodtabletten mehr im Voraus verteilt werden. Nach der Abschaltung des Kraftwerks 2019 sei dies nicht mehr nötig.

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