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Abtretender Armeechef zieht durchzogene Bilanz seiner Amtszeit

Die Invasion der Ukraine 2022 hat die Schweiz laut dem abtretenden Armeechef Thomas Süssli in Verteidigungsfragen nur kurzfristig wachgerüttelt. Die Fähigkeit, auf Bedrohungen zu reagieren, sei aber noch immer nicht ausreichend gestärkt.

Agentur
sda
02.12.25 - 12:19 Uhr
Politik
Thomas Süssli zog Bilanz über seine sechs Jahre an der Spitze der Schweizer Armee.
Thomas Süssli zog Bilanz über seine sechs Jahre an der Spitze der Schweizer Armee.
Christian Beutler/Keystone-SDA

Insgesamt zog der Aargauer am Dienstag an einer Medienkonferenz zum Abschluss seiner sechsjährigen Amtszeit an der Spitze der Armee eine gemischte Bilanz. Die Armee habe seit seinem Amtsantritt an Sichtbarkeit gewonnen, stellte er fest.

Gleichzeitig bedauerte er, dass es nicht genug gelungen sei, die Bedürfnisse der Armee und die Notwendigkeit, die Verteidigung zu verstärken, ausreichend zu erklären. Dies gelte umso mehr, als Russland weiterhin eine Bedrohung sei und versuche, den Westen zu spalten.

Süssli war seit Januar 2020 Armeechef. Kurz nach seiner Amtsübernahme ordnete der Bundesrat wegen Covid-19 erstmals seit dem zweiten Weltkrieg eine Mobilmachung von 5000 Armeeangehörigen an. Eine Woche nach dem letzten Corona-Einsatz der Armee kam der Krieg nach Europa zurück.

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