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Alpenschützer setzen zum K.-o.-Schlag gegen Olympia an

Der Alpenraum soll sich zur olympiafreien Zone erklären: Darauf arbeiten Umweltorganisationen hin. Kommende Woche treffen sich die Direktoren der Alpenschutz-Organisation Cipra zu einer Sitzung.

Südostschweiz
Sonntag, 02. Februar 2014, 08:00 Uhr
Die olympischen Hinterlassenschaften – wie hier in Turin – sorgen im Alpenraum immer mehr für Widerstand.

Schaan. – «Wir wollen erreichen, dass sich der ganze Alpenraum gegen Olympische Winterspiele ausspricht», erklärt Dominik Siegrist, Präsident der Alpenschutz-Organisation Cipra. Ziel sei es, die Alpen zum olympiafreien Raum zu erklären. Allerdings bestünden selbst innerhalb der Cipra noch Mentalitätsunterschiede. «In Frankreich und Italien etwa steht man Olympia weniger kritisch gegenüber als in der Schweiz, Deutschland und Österreich.» Kommende Woche soll das Thema nun von den Länderdirektoren der Cipra diskutiert werden.

«Die Zeit ist abgelaufen»

Siegrist hält die Zeit für sportliche Mega-Anlässe wie Olympia im Alpenraum für abgelaufen. Der Widerstand in der Bevölkerung wachse, wie die Abstimmungen in Deutschland und Graubünden im letzten Jahr zeigen würden.

Tatsächlich haben sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in jüngster Vergangenheit wiederholt unterschiedlich deutlich gegen Olympiakandidaturen ausgesprochen. Ausser eine intakte Umwelt spielte dabei die Angst vor einem Schuldendebakel jeweils eine grosse Rolle. Die Befürworter, die es auch in Graubünden immer noch gibt, glauben derweil weiterhin an Olympia als Chance. (obe)

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