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Nigeria: Diplomatie ist «bester Weg vorwärts» in Niger-Krise

Vor dem Sondergipfel der westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas zum Putsch im Niger hat der wichtige Nachbar Nigeria die Hoffnung auf eine Verhandlungslösung betont. Präsident Bola Tinubu glaube, dass Diplomatie «der beste Weg vorwärts» zur Lösung der Krise im Niger sei, sagte sein Sprecher Ajuri Ngelale am Dienstag. Dies stelle «die Konsens-Position der Ecowas-Staatschefs» dar - Tinubu ist derzeit Ecowas-Vorsitzender. Bei dem Gipfel würden «weitreichende Entscheidungen» zu den nächsten Schritten des Staatenbunds getroffen, sagte der Sprecher. Er fügte dabei hinzu, es seien «keine Optionen vom Tisch genommen» worden.

Agentur
sda
08.08.23 - 21:14 Uhr
Politik
Lastwagen stehen an der Grenze zwischen Nigeria und Niger. Foto: Mohammed Babangida/AP/dpa
Lastwagen stehen an der Grenze zwischen Nigeria und Niger. Foto: Mohammed Babangida/AP/dpa
Keystone/AP/Mohammed Babangida

Der Bund von derzeit elf Staaten hatte mit Massnahmen bis hin zu einem Einmarsch gedroht, falls die Verfassung des Nigers nach dem Putsch des Militärs am 26. Juli nicht wiederhergestellt würde. Die Ecowas-Staatschefs wollen sich am Donnerstag in Nigerias Hauptstadt Abuja treffen, um ihr weiteres Vorgehen zu beschliessen.

Militärchefs der Ecowas-Länder hatten in der vergangenen Woche einen Plan für eine mögliche Intervention vorgelegt. Neben Nigeria hatten Benin, der Senegal und die Elfenbeinküste ihre Bereitschaft zum Militäreinsatz erklärt. Die nach Putschen ihrerseits von der Ecowas suspendierten Militärregierungen der Staaten Mali, Burkina Faso und Guinea unterstützen dagegen die Putschisten im Niger.

Die Militärjunta verweigerte zuletzt einer für Dienstag geplanten Verhandlungsmission der Vereinten Nationen, des Staatenbunds Ecowas und der Afrikanischen Union die Einreise.

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