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2,7 Kilometer Mauern werden in Graubünden renoviert

In 34 Bündner Gemeinden müssen die Trockenmauern renoviert werden. Die Bündner Regierung spricht dafür mehr als eine halbe Million Franken.

Südostschweiz
24.04.22 - 16:00 Uhr
Politik
In Zernez: Eine Trockenmauer bildet Reptilien, Kleinsäugern und Insekten bedeutende Lebensräume.
In Zernez: Eine Trockenmauer bildet Reptilien, Kleinsäugern und Insekten bedeutende Lebensräume.
Bild Kanton Graubünden

2,7 Kilometer Trockenmauern im Kanton Graubünden müssen im laufenden Jahr renoviert werden. Das kostet 1,9 Millionen Franken. Wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst, spricht die Bündner Regierung dem Projekt für das Jahr 2022 638’900 Franken zu. Der Bund – mit seinen festgelegten Anteilen – wird sich mit  331’000 Franken beteiligen. Rund 936’000 Franken werden dabei durch Eigenleistungen und Dritte finanziert.

Die Trockenmauern, die renoviert werden müssen, stehen auf folgenden Gemeindegebieten: Albula/Alvra, Andeer, Arosa, Bergün Filisur, Bever, Brusio, Calanca, Domleschg, Ferrera, Landquart, Lavin, Luzein, Malans, Mesocco, Muntogna da Schons, Poschiavo, Rheinwald, Rossa, Safiental, Samedan, Santa Maria i. C., San Vittore, Scharans, Scuol, Soazza, Sumvitg, Surses, Tschappina, Val Müstair, Vals, Valsot, Vaz/Obervaz, Zizers und Zernez.

Trockenmauern von Bedeutung

Trockenmauern sind in vielen Regionen Graubündens als Grenz- und Stützmauern wichtige Zeugen einer traditionellen Bewirtschaftung. Sie bilden zudem häufig bedeutende Lebensräume für Reptilien, Kleinsäuger und Insekten und weisen oftmals eine interessante Flora (Flechten, Moose, Saumpflanzen) auf. So zeichnen sie sich also nicht nur durch eine kulturhistorische, sondern auch durch eine hohe ökologische und landschaftliche Bedeutung aus. (red)

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