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Andeerer Wärmeverbund soll ausgebaut werden

Die bestehende Holzschnitzelheizung der Gemeinde Andeer muss saniert werden. Deshalb wird nun gleich ein grösseres Projekt ins Auge gefasst.

Jano Felice
Pajarola
15.10.21 - 11:00 Uhr
Politik
Dicht bebaut: Das Andeerer Kerngebiet biete ideale Voraussetzungen für einen Wärmeverbund, findet die Gemeinde.
Dicht bebaut: Das Andeerer Kerngebiet biete ideale Voraussetzungen für einen Wärmeverbund, findet die Gemeinde.
Bild Archiv

Die Holzhackschnitzel-Heizung der Gemeinde Andeer ist in die Jahre gekommen. Mit Konsequenzen: Für den Weiterbetrieb ab 2022 ist unter anderem der Einbau einer Feinstaub-Filteranlage nötig, und auch der Heizungsspeicher muss an die aktuellen Vorschriften angepasst werden. Das bedeutet: Der Investitionsbedarf ist hoch – und das wiederum hat den Andeerer Gemeindevorstand dazu bewogen, den bestehenden kommunalen Wärmeverbund mit Schnitzelheizung zu hinterfragen und neue Varianten zu prüfen.

Was dabei herausgekommen ist, darüber wurde die Gemeindeversammlung am Mittwochabend informiert: Der Wärmeverbund soll ausgebaut und die Heizung in grösserem Format neu gebaut werden. Das Andeerer Kerngebiet biete mit seinen historischen, dicht aneinander gebauten Häusern ideale Bedingungen für einen umfassenderen Wärmeverbund, schreibt die Gemeinde. Zudem müsse die Veia Granda, die Hauptstrasse durch Andeer, in den kommenden Jahren saniert und damit aufgegraben werden. Diese Synergien würden den Bau und Betrieb des Verbunds «attraktiv und kostengünstig» machen.

Beschluss noch vor Jahresende

Mögliche Kunden für den Anschluss an den Wärmeverbund wurden bereits angeschrieben, wie die Gemeinde mitteilt. Nach Auswertung aller Antworten werde über den weiteren Fortgang des Projekts entschieden. Ein allfälliger Beschluss der Gemeindeversammlung sei noch für dieses Jahr vorgesehen.

Als neue Vorstandsstellvertreterin gewählt wurde von der Versammlung Cornelia Scherrer, sie ersetzt Elvira Torri. Als Delegierte für den Schulverband Schams sind neu Martin Waser und Barbara Scherrer anstelle von Erika Brand und Manuela Michael im Einsatz.

Jano Felice Pajarola berichtet seit 1998 für die «Südostschweiz» aus den Regionen Surselva und Mittelbünden. Er hat Journalismus an der Schule für Angewandte Linguistik in Chur und Zürich studiert und lebt mit seiner Familie in Cazis, wo er auch aufgewachsen ist. Mehr Infos

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