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Nach elf Jahren Bauzeit: Transerstrasse wird eingeweiht

Nach elf Jahren Bauzeit: Transerstrasse wird eingeweiht

Nach rund elfjähriger Bauzeit wird am Samstag der Abschluss der Bauarbeiten an der Transerstrasse mit dem 440 Meter langen Tunnel Plattas als Kernstück gefeiert. 

Südostschweiz
vor 1 Woche in
Politik
Trans erhält eine ganzjährig befahrbare, sichere Verbindung, die für Fahrzeuge bis 32 Tonnen Gesamtgewicht zugelassen ist.
Pressebild

Die Transerstrasse erschliesst die ehemalige Gemeinde Trans, heute eine Fraktion der Gemeinde Domleschg, auf 1480 Meter über Meer, wie der Kanton Graubünden mitteilt. Die ursprüngliche Erschliessung führte als Naturstrasse von Paspels über Dusch und Vecs nach Trans. Diese Strasse war steil und schmal. Sie wies zudem mehrere enge Kehren auf, sodass ein Kreuzen nur an wenigen Stellen möglich war. Mit Lastwagen war Trans überhaupt nicht erreichbar.

Neue Linienführung und zeitgemässe Strassenverbindung

Mit dem Ausbau der Feldiserstrasse konnte die Transerstrasse 1991 erstmals über einen Abzweiger oberhalb von Rofna durch einen Waldweg verbunden werden. Dadurch konnte der Engpass in Dusch umfahren werden. Im Jahr 2010 wurde mit dem Bau der neuen Transerstrasse auf einer neuen Linienführung begonnen. Diese zweigt vor dem Tunnel Tgiern von der Feldiserstrasse ab und führt auf dem Trassee eines bestehenden Waldwegs zum neuen Tunnel Plattas. Der 440 Meter lange Tunnel wurde in den Jahren 2013/2014 mittels Sprengvortrieb erstellt. Unterhalb von Vecs mündet die Strasse wieder in das ursprüngliche Trassee und folgt diesem bis Trans. Aufgrund des steilen Geländes sei die Errichtung mehrerer Stützmauern notwendig gewesen, heisst es weiter.

Die Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Bauarbeiten sei auf der einspurigen Strasse eine Herausforderung sowohl für die Baubeteiligten als auch für die Verkehrsteilnehmenden gewesen. Im Jahr 2021 wurde schliesslich der Innerortsbereich von Trans ausgebaut und zugleich alle Werkleitungen der Gemeinde ersetzt. Es ist ausserdem vorgesehen, einen Teil des Strombedarfs für den Tunnel Plattas, mittels einer Photovoltaikanlage selber zu erzeugen. Die Anlage werde voraussichtlich im Jahr 2022 an der sonnenexponierten talseitigen Stützmauer beim Südportal installiert werden.

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