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Marionette Amal weist in Genf auf Elend von Kinderflüchtlingen hin

Marionette Amal weist in Genf auf Elend von Kinderflüchtlingen hin

Amal, eine übergrosse Marionette, die ein junges syrisches Flüchtlingskind darstellt, hat am Dienstag Halt in Genf gemacht. Auf ihrer Flucht quer durch Europa will die Puppe die Gesellschaft auf das Elend und die Bedürfnisse junger Flüchtlinge aufmerksam machen.

Agentur
sda
vor 3 Wochen in
Politik
Die übergrosse Marionette Amal, ein Symbol für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, auf der Place des Nations in Genf.
Die übergrosse Marionette Amal, ein Symbol für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, auf der Place des Nations in Genf.
Keystone/SALVATORE DI NOLFI

In Genf erfrischte sich das «kleine Mädchen» zunächst am Brunnen auf dem Platz der Nationen, bevor es sich unter den riesigen zerbrochenen Stuhl flüchtete, umgeben von aufgeregten Kindern. Amal, ein Symbol für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, stellte sich dann für kurze Zeit vor das Tor des Uno-Gebäudes in der Hoffnung, gehört zu werden.

Amal wird die Nacht im Grand Théâtre verbringen und am Mittwoch die Kernforschungseinrichtung Cern besuchen, bevor sie ihre Europareise fortsetzt. An jeder Station erzählt sie ein wenig über sich selbst. In Genf geht sie zum Cern, denn ihr heimlicher Traum ist es, Wissenschaftlerin zu werden.

Gestartet war Amal am 27. Juli an der türkisch-syrischen Grenze. Das Ziel ist am 3. November Manchester in Grossbritannien. Im Vatikan traf sie Papst Franziskus. Auf ihrer 8000 Kilometer langen Reise will das «Mädchen» auch Migranten besuchen und ihnen Hoffnung geben.

«The Walk» ist ein Projekt der britischen Wohltätigkeitsorganisation Good Chance, die mit künstlerischen Aktionen Botschaften der Solidarität verbreiten und Verbindungen zwischen Menschen schaffen will.

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Eine Win-win -Situation wäre, die jungen kräftigen Syrer zum Wiederaufbau in die Heimat zurück zu schicken und mit den eingesparten Mitteln der syrischen Bevölkerung zu helfen. Die kräftigen Männer könnten beim Wiederaufbau helfen. Auch Ackerbau und Viehzucht wäre eine Option, da das Volk Hunger leidet. Und komme keiner damit, dass es für die jungen Mäner zu gefährlich ist. Frauen, Kinder und die Alten müssen nämlich auch dort leben.

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