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Zweitwohner-Verein öffnet sich für Einheimische

Zweitwohner-Verein öffnet sich für Einheimische

Neu können auch Ferienwohnungsbesitzer mit Wohnsitz in der Gemeinde Mitglieder der Interessengemeinschaft (IG) Tujetsch werden. 

Jano Felice
Pajarola
vor 1 Monat in
Politik
Engagierte Zweitwohnerin: Vreni Müller-Hemmi leitet als Präsidentin die IG Tujetsch.
Bild Archiv

Der Beschluss wurde an der Mitgliederversammlung der IG von vergangener Woche in Sedrun gefällt: Auch Personen mit Wohnsitz in der Gemeinde Tujetsch können in Zukunft die Vereinsmitgliedschaft erhalten. Immer wieder hätten sich auch Einheimische, die Ferienwohnungen vermieten würden, der IG gegenüber offen gezeigt, wird die Öffnung in einer Medienmitteilung begründet. Ausserdem habe sich der 2015 gegründete Verein – er zählt heute fast 350 Mitglieder – gut etabliert und positive Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit einheimischen Organisationen und Institutionen gemacht. «Wir gehen davon aus, dass an unseren Zielen und unserer Arbeit interessierte einheimische Zweitwohnungsbesitzende eine Bereicherung für unsere IG sein können», wird Vereinspräsidentin Vreni Müller-Hemmi in der Mitteilung zitiert.

An der Versammlung vergeben wurde der Tourismuspreis Silberdistel für besonders geschätzte Angebote in der Destination. Nach einer Vorauswahl durch eine Jury hatten sich fast 60 Prozent der Mitglieder an der endgültigen Wahl beteiligt. Die meisten Stimmen erhielt gemäss Mitteilung die Gastgeberin Sabine Keller von der «Tegia Las Palas» in Milez. Weitere Auszeichnungen gingen an die Metzgerei Curschellas und an den Kinderspielplatz Fontauna.

Im Amt bestätigt wurde der Vorstand um Müller-Hemmi. Aktuell informiert wurde über den Rücktritt von IG-Vertreter Christoph Marugg aus dem Verwaltungsrat der Sedrun Disentis Tourismus AG (SDT). Grund für die Demission war der Konflikt um die Gästekarte der Destination. Die beiden IG von Tujetsch und Disentis verfügen damit vorderhand über keine Vertretung im Verwaltungsrat von SDT mehr. Inzwischen habe sich eine Delegation der beiden IG mit Silvio Schmid getroffen. Schmid leitet die SDT-Arbeitsgruppe, die ein neues Konzept für die Gästekarte erarbeiten soll.

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