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Initianten ziehen die Waffenexport-Initiative zurück

Die Initianten ziehen die Volksinitiative «Gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer (Korrekturinitiative)» zurück. Dies nachdem am Mittwoch auch der Nationalrat die Ausnahmeklausel für den Bundesrat gestrichen hat.

Agentur
sda
15.09.21 - 11:20 Uhr
Politik
Der Nationalrat folgt dem Ständerat und streicht die Ausnahmeklausel für den Bundesrat. (Archivbild)
Der Nationalrat folgt dem Ständerat und streicht die Ausnahmeklausel für den Bundesrat. (Archivbild)
KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Heute sei ein grosser Tag für eine glaubwürdige Schweizer Friedenspolitik, teilte die Allianz gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer nach dem Entscheid des Nationalrats mit.

«Da der Gegenvorschlag ein guter Kompromiss darstellt, sieht die Allianz von einer Volksabstimmung ab und zieht die Korrektur-Initiative zurück».

Nach dem Ständerat hat am Mittwoch auch der Nationalrat überraschend die Ausnahmeklausel für den Bundesrat bei der Bewilligung von Waffenexporten gestrichen. Dem Bundesrat wird es so nicht mehr möglich sein, in Eigenregie Exporte zu bewilligen. Die Räte erfüllen damit die Forderungen der Urheber der Korrekturinitiative weitgehend.

Der Entscheid im Nationalrat fiel mit 96 zu 91 Stimmen bei 6 Enthaltungen. In der Gesamtabstimmung wurde der Gegenvorschlag mit 110 zu 76 Stimmen bei 6 Enthaltungen gutgeheissen.

Das Geschäft ist bereit für die Schlussabstimmung.

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Grundlegend stellt sich die Frage, wie krank ganze Gesellschaftssysteme, inklusive ihrer massgeblichen Organe und/oder im besonderen deren politische Führung eigentlich sein müssen, wenn sie noch immer dafür geehrt und gefeiert werden, dass sie Rüstungsausgaben rechtfertigen und sukzessiv erhöhen. Der Mensch ist offensichtlich eben nun mal geistig und spirituell noch nicht reif und geläutert genug, um die Einsicht zu gewinnen, dass mit Aufrüstung und kriegerischem Säbelrasseln die wirklich wichtigen human- und sozialrelevanten Baustellen auf diesem Planeten nicht gelöst werden können. Aufrüstung und waffentechnische Megapräsentationen heizen die Spirale der Gewalt nur weiter an.

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