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Taliban: Arbeiten an Wiedereröffnung des Flughafens Kabul

Die militant-islamistischen Taliban arbeiten an der Wiedereröffnung des Flughafens in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Es seien «ernsthafe Schritte» für den Wiederaufbau unternommen worden, sagte der Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid während einer Pressekonferenz am Montag.

Agentur
sda
06.09.21 - 17:03 Uhr
Politik
ARCHIV - Beschädigte Militärflugzeuge stehen auf dem internationalen Flughafen Hamid Karzai in Kabul. Die militant-islamistischen Taliban arbeiten an der Wiedereröffnung des Flughafens in der afghanischen Hauptstadt. Foto: -/AP/dpa
ARCHIV - Beschädigte Militärflugzeuge stehen auf dem internationalen Flughafen Hamid Karzai in Kabul. Die militant-islamistischen Taliban arbeiten an der Wiedereröffnung des Flughafens in der afghanischen Hauptstadt. Foto: -/AP/dpa
Keystone/AP/-

Technische Teams aus Katar, der Türkei und einem in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen Unternehmen arbeiteten vor Ort. Auch Pakistan stelle Hilfe bereit.

Inlandsflüge sind demnach bereits wieder aufgenommen worden. Derzeit arbeite man auch am Radar. Dieses sowie andere Teile des Flughafens sind nach Darstellung von Mudschahid von US-Kräften mutwillig zerstört worden. Die Reparatur brauche Zeit.

Zur Regierungsbildung sagte Mudschahid weiter, dass alle Entscheidungen getroffen worden seien. Nun gehe es noch um technische Fragen. «Wir hoffen, dass wir die Ankündigung der Regierung in den nächsten Nächten hören, auch wenn das genaue Datum noch nicht klar ist», sagte Mudschahid weiter.

Er deutete auch an, dass es sich möglicherweise um eine Übergangsregierung handeln könnte. Diese habe die Möglichkeit für Veränderungen und Reformen. Man habe zudem mehrere Länder eingeladen, an der Zeremonie zur Verkündung der Regierung teilzunehmen.

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Es gibt die zersplitterten Gruppen der Taliban, die alle ihre Partikularinteressen verfolgen, sich aber auf ein Emirat Afghanistan beschränken.
Es gibt den Daesh (IS) der für ein weltweites Kalifat kämpft und der ein eingeschworener Feinde der Taliban ist.
Es gibt Ahmad Massoud, der Überbleibsel der Nordallianz im Pandschschir-Tal und der ein Gegner von Taliban und des Daesh ist.
Und vermutlich noch eine Menge weiterer islamistischer Gruppen.
Scheinbar macht Afghanistan da weiter, wo es 2001 aufgehört hat.

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