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Präsident Putin patzt bei Gesprächsrunde mit Schülern

Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei einer Gesprächsrunde mit Kindern in Geschichte gepatzt und sich von einem Schüler berichtigen lassen.

Agentur
sda
02.09.21 - 15:33 Uhr
Politik
Wladimir Putin (r), Präsident von Russland, hat bei einer Gesprächsrunde mit Kindern in Geschichte gepatzt und sich von einem Schüler berichtigen lassen. Foto: Sergei Bobylev/TASS/dpa
Wladimir Putin (r), Präsident von Russland, hat bei einer Gesprächsrunde mit Kindern in Geschichte gepatzt und sich von einem Schüler berichtigen lassen. Foto: Sergei Bobylev/TASS/dpa
Keystone/TASS/Sergei Bobylev

Peter der Grosse (1675-1725) habe nicht im Siebenjährigen Krieg gekämpft, sondern im Grossen Nordischen Krieg, der 21 Jahre gedauert habe, sagte der Junge, dem die Korrektur sichtlich unangenehm war, dem Kremlchef. Zwar bedankte sich Putin für das «Korrektürchen». Doch die Direktorin rügte den Schüler für eine «gewisse Dreistheit», wie Medien berichteten.

Kremlkritische Medien und die Opposition feierten den Mut des Schülers. Der Kommentator Michail Fischman meinte, erstmals wage es jemand, dem Präsidenten zu sagen, dass er nicht recht habe. Kira Jarmysch, die Sprecherin des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny, kritisierte die Lehrerin, die offenbar der Meinung sei, dass «Schule nicht Fakten lehrt, sondern Ergebenheit und Kriecherei».

Die Aufregung um den Fall vom 1. September, dem Tag des landesweiten Schulbeginns in Russland, war so gross, dass Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag die Wogen glättete und den Schüler als «Molodez» - zu Deutsch: «Prachtjungen» - bezeichnete. «Das ist gar keine Frechheit. Wir sind kategorisch nicht einverstanden mit der Direktorin der Schule.» Peskow äusserte die Hoffnung, dass der Junge an der Schule nicht weiter Ärger bekomme.

Der Siebenjährige Krieg begann 1756 mehrere Jahrzehnte nach dem Ableben Peters des Grossen.

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