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Brigelser Melioration benötigt einen Zusatzkredit

Die landwirtschaftlichen Strukturverbesserungen in Brigels-Dorf werden um 7,25 Millionen Franken teurer als im Jahr 2000 vorgesehen. Der Gemeinderat hat die nötige Kreditanpassung abgesegnet.

Jano Felice
Pajarola
02.09.21 - 14:17 Uhr
Politik
Bewirtschaftung vereinfacht: Im Ortsteil Brigels-Dorf hat die Anzahl Landwirtschaftsparzellen dank der Melioration von über 1200 auf knapp die Hälfte abgenommen.
Bewirtschaftung vereinfacht: Im Ortsteil Brigels-Dorf hat die Anzahl Landwirtschaftsparzellen dank der Melioration von über 1200 auf knapp die Hälfte abgenommen.
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Das kommunale Parlament hat am Mittwochabend zugestimmt, am 26. September hat das Stimmvolk an der Urne das letzte Wort: Für die Melioration im Gebiet Brigels-Dorf ist ein Zusatzkredit von 7,25 Millionen Franken nötig. Die im Jahr 2000 beschlossene Strukturverbesserung geht inzwischen allmählich dem Ende zu, wie es in der Botschaft zur Vorlage heisst; vor dem Abschluss wurde nun evaluiert, ob es aktuell noch weitere Bedürfnisse gibt, die ins Projekt integriert werden sollten. Es gibt sie: Unter anderem wurde eine Sanierung der Via Alp Quader im Alpgebiet in die Melioration aufgenommen. Da aber der ursprüngliche Kantonskredit für das Gesamtprojekt mehr oder weniger aufgebraucht ist und auch beim Bund die Kostenplafonierung nicht eingehalten werden kann, musste eine Krediterhöhung beantragt werden. Gleichzeitig passt auch die Gemeinde den 2000 gewährten Bruttokredit von 10,7 Millionen Franken an die neue Situation an.

Bund und Kanton haben mittlerweile dieselbe finanzielle Beteiligung wie bisher in Aussicht gestellt, also 85 Prozent des Zusatzkredits. Im Fall der Via Alp Quader werden die Subventionen etwas tiefer ausfallen. Die Restkosten belaufen sich unter dem Strich auf 1,39 Millionen Franken, wie der Botschaft zu entnehmen ist. Jene für die Alpstrasse – 440’000 Franken – übernimmt die Gemeinde komplett, bei den übrigen Zusatzmassnahmen gehen 570’000 Franken zulasten der Gemeinde und 380’000 zulasten der involvierten Landbesitzer.

Im Rahmen der Brigelser Melioration konnten die einst 1230 Parzellen von 286 Eigentümerinnen und Eigentümern auf 566 Parzellen reduziert werden; deren Grösse hat sich durchschnittlich von 43 auf 93 Aren erhöht. Seit 2015 bewirtschaften die Landwirtschaftsbetriebe die neuen Parzellen.

Laut einer Medienmitteilung ebenfalls angenommen wurde eine Aufstockung der Gemeinde-Arbeitsplätze um 320 Prozent per Januar 2022. 

Jano Felice Pajarola berichtet seit 1998 für die «Südostschweiz» aus den Regionen Surselva und Mittelbünden. Er hat Journalismus an der Schule für Angewandte Linguistik in Chur und Zürich studiert und lebt mit seiner Familie in Cazis, wo er auch aufgewachsen ist. Mehr Infos

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