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Teilrevision Ortsplanung, Phase II, für Abstimmung bereit

Teilrevision Ortsplanung, Phase II, für Abstimmung bereit

An seiner Sitzung vom 19. August stimmte der Klosterser Gemeinderat der Steinschlagschutzverbauung Gruobenwald zu und liess sich über die umstrittene Teilrevision der Ortsplanung informieren.

Klosterser
Zeitung
vor 1 Monat in
Politik
Abschliessend wird sich der Gemeinderat der Ortsplanung am 6. Oktober widmen.
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Aufgrund des grossen Umfangs der Gegenstand der Teilrevision Ortsplanung, Phase II, bildenden Bestandteile wurde nach einer ersten öffentlichen Mitwirkungsauflage im Spätherbst 2020 vom 21. Mai bis 21. Juni 2021 eine zweite Mitwirkungsauflage durchgeführt.

Im Lichte der zahlreichen Rückmeldungen (81 Mitwirkende mit 241 Anträgen) im Rahmen der ersten öffentlichen Auflage, insbesondere auch zum Baugesetzentwurf, hatte der Gemeindevorstand eine Resonanzgruppe primär aus kommunalen Baufachleuten eingesetzt, mit der das geplante neue Baugesetz auf dessen Praxistauglichkeit und zusätzlichen Spielraum untersucht wurde.

Mit den in gewissen Bereichen durch die Resonanzgruppe vorgeschlagenen Gesetzesanpassungen, die beim Vorstand auf weitestgehende Zustimmung stiessen, können die involvierten Baugewerbe- und anderen Vertreter nun hinter dem vorliegenden Produkt stehen, wie Gemeindepräsident Hansueli Roth auf Anfragen aus dem Rat betonte. Ebenfalls unterstrich Roth, dass die Gemeinde auf verschiedene Inhalte der Teilrevision Ortsplanung Klosters, Phase II, geringe bis keine Einflussmöglichkeiten hat (zum Beispiel die Umsetzung Gefahrenzonen 2016 oder die Ausscheidung der Gewässerraumzonen im Zonenplan).

Die formelle Behandlung der Teilrevision Ortsplanung, Phase II, im Gemeinderat bzw. Verabschiedung z. Hd. der Urnengemeinde ist für den 6. Oktober 2021 vorgesehen. Im Weiteren ist eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Vorlage in der ersten Hälfte November terminiert. Die Urnengemeinde-Abstimmung ist für den 28. November geplant.

Steinschlagschutzverbauung Gruobenwald

Das Verbauungsprojekt, welches im Zeitraum von Ende 2022 bis 2024 realisiert werden soll, sieht die Erstellung von neun neuen Steinschlagschutznetzen und fünf Schutzdämmen vor. Das gesamte Projekt weist ein Kosten-/Nutzenverhältnis von 1.2 auf (minimal 1.0 erforderlich). Das heisst ein auf der Kostenseite eingesetzter Franken trägt zu einer Schadenvermeidung von 1.20 Franken bei. Die geplante Verbauung schützt die erwähnten Verkehrsinfrastrukturen vor 30- und 100-jährlichen Ereignissen. Die Gesamtkosten der SSV Gruobenwald betragen 4.6 Mio. Franken. Die Gemeinde Klosters trägt aufgrund der namhaften Beteiligung der beiden Hauptnutzniesser – Bund und Kanton – davon einen vergleichsweise bescheidenen Beitrag bzw. Nettokosten von lediglich 235 681 Franken (5.24 % der Gesamtkosten). Der Gemeinderat stimmte dem Projekt einstimmig zu.

Prüfung Gebührenanpassungen

Gemeinderat Hansueli Roth informierte schliesslich den Rat über die Resultate der Überprüfung von allfälligen Gebührenanpassungen im Bereich der Spezialfinanzierungen Wasserversorgung, Abwasser, Abfallbewirtschaftung und Parkplatzfonds. Aufgrund der Eruierung der Investitionspläne und der vorgenommenen Berechnungen ist der Vorstand zum Schluss gelangt, dass lediglich eine Gebührenreduktion im Bereich Abwasser opportun ist. Die eigentliche formelle Anpassung der Gebührensätze und eine all- fällige Anpassung des Abwasserreglements würden dem Gemeinderat dann anlässlich der Dezembersitzung 2021 unterbreitet. Die Gebühren der übrigen Spezialfinanzierungen sollen unverändert gelassen werden, wenn Gemeinderat Hanspeter Ambühl (FDP) den Verzicht auf eine Gebührenanpassung auch nicht wirklich nachvollziehen konnte, wo doch die in den letzten Jahren erfolgte Reduktion der Sammelstellen eine Kosten­reduktion zur Folge gehabt haben sollten.

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