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Kreml: USA sollten Druck auf Kiew ausüben

Kreml: USA sollten Druck auf Kiew ausüben

Kurz vor einem Treffen von US-Präsident Joe Biden mit seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj hat Russland die USA aufgerufen, mehr Druck auf Kiew auszuüben.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Politik
ARCHIV - Kremlsprecher, Dmitri Peskow, nimmt an einer Videokonferenz im Moskauer Kreml mit Putin teil (14.04.20). Peskow sagte der Agentur Interfax zufolge, dass die USA ihren Einfluss auf den Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, nutzen sollten,…
ARCHIV - Kremlsprecher, Dmitri Peskow, nimmt an einer Videokonferenz im Moskauer Kreml mit Putin teil (14.04.20). Peskow sagte der Agentur Interfax zufolge, dass die USA ihren Einfluss auf den Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, nutzen sollten,…
Keystone/Pool Sputnik Kremlin/AP/Alexei Nikolsky

Die Vereinigten Staaten sollten ihren Einfluss auf Selenskyj nutzen, damit dieser den Minsker Friedensplan für die abtrünnigen Regionen in der Ostukraine umsetze, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Zudem sollte sich die Ukraine an die Vereinbarungen halten, die im Dezember 2019 in Paris unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs getroffen worden seien.

Seit mehr als sieben Jahren kämpfen ukrainische Regierungstruppen in Teilen der Gebiete Donezk und Luhansk entlang der russischen Grenze gegen von Moskau unterstützte Separatisten. UN-Schätzungen zufolge sind seitdem mehr als 13 000 Menschen getötet worden. Die EU sieht massgeblich Russland in der Verantwortung für den Krieg in der Ostukraine und hat deshalb Sanktionen gegen Moskau verhängt.

Selenskyj landete in der Nacht zum Dienstag mit seiner Delegation in Washington. Vor seinem für Mittwoch geplanten Treffen mit Biden wird er zunächst zusammen mit Verteidigungsminister Andrij Taran im Pentagon über die militärische Situation in der Ostukraine reden.

Kiew erhofft sich von Washington vor allem die Lieferung von mehr Rüstungsgütern. Beim Gespräch mit Biden dürfte ein Hauptschwerpunkt zudem die russisch-deutsche Ostseepipeline Nord Stream 2 sein. Kiew fürchtet den Verlust seiner Einnahmen aus den Gebühren für den Gastransit, sollte Russland nur noch Leitungen unter Umgehung der Ukraine nutzen - allen voran über Nord Stream 1 und 2.

Nach dem Washington-Aufenthalt will Selnskyj weiter nach Kalifornien reisen, wo er auf Treffen mit Vertretern der US-amerikanischen Hightech-Industrie hofft.

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