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Johnson und Merkel: Humanitäre Krise in Afghanistan verhindern

Johnson und Merkel: Humanitäre Krise in Afghanistan verhindern

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der britische Premierminister Boris Johnson haben bei einem Telefonat am Samstag internationale Anstrengungen gefordert, um eine humanitäre Krise in Afghanistan zu verhindern.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Politik
Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, bei einem Besuch im Krisenzentrum des Amtes für Auswärtige Angelegenheiten. Foto: Jeff Gilbert/Daily Telegraph/PA Wire/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung…
Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, bei einem Besuch im Krisenzentrum des Amtes für Auswärtige Angelegenheiten. Foto: Jeff Gilbert/Daily Telegraph/PA Wire/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung…
Keystone/PA Wire/Jeff Gilbert/Daily Telegraph

Wie aus einer Mitteilung der Regierung in London hervorging, bekannten sie sich auch zur Zusammenarbeit, um den beim Treffen der G7-Staats- und Regierungschefs Anfang der Woche diskutierten Fahrplan für den Umgang mit einer künftigen Regierung in Kabul umzusetzen. Johnson betonte, jegliche Anerkennung und Zusammenarbeit mit den Taliban müsse unter der Bedingung stehen, dass sie denjenigen sicheres Geleit zusicherten, die das Land verlassen wollten, und die Menschenrechte beachteten.

Die Bundesregierung teilte mit, Merkel habe neben Johnson auch mit dem niederländischen Regierungschef Mark Rutte telefoniert. Die Kanzlerin und die beiden Premierminister seien sich einig gewesen, dass «der Ausreise von Staatsangehörigen, Ortskräften und schutzbedürftigen Menschen aus Afghanistan auch weiterhin höchste Priorität zukommt, ebenso wie der humanitären Versorgung der Bevölkerung und der Flüchtlinge in der Region».

Während die deutsche Rettungsmission aus Afghanistan bereits am Freitag beendet wurde, startete am Samstag noch ein letzter britischer Evakuierungsflug in Kabul. Insgesamt wurden von britischer Seite nach Regierungsangaben seit dem 13. August knapp 15 000 Menschen ausser Landes gebracht. Erwartet wurde, dass auch die rund 1000 dort eingesetzten britischen Soldaten noch am Wochenende das Land verlassen sollten. Nach Schätzungen der Regierung werden damit 1100 Afghanen und bis zu 150 britische Staatsbürger im Land verbleiben.

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