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SP Graubünden fordert grosszügigere Handhabung des Familiennachzugs

SP Graubünden fordert grosszügigere Handhabung des Familiennachzugs

Die Bündner SP will, dass die Schweiz in der Afghanistanpolitik mehr tut. Sie fordert die Kantonsregierung ausserdem dazu auf, sämtliche kantonalen Spielräume für die Krisenhilfe auszuschöpfen.

Südostschweiz
vor 1 Monat in
Politik
Die Schweiz soll ihr Potenzial bei der Hilfe in Afghanistan besser ausschöpfen. Das verlang t die Bündner SP.
Bild Keystone/Martial Trezzini

Die Bündner Regierung soll beim Bundesrat intervenieren und ihn zu einer humanitären Afghanistanpolitik auffordern. Das verlangen die Bündner Sozialdemokraten am Freitag in einer Mitteilung. Nach der gewaltsamen Machtübernahme der Taliban seien Frauenrechte und Demokratie bedroht. Der Einsatz der Schweiz beschränke sich derzeit darauf, Schweizerinnen und Schweizer und lokale Deza-Mitarbeitende mit ihren Kernfamilien zu evakuieren. «Tatsächlich wäre es für die Schweiz mit keinen Problemen verbunden, mehr zu tun.»

Konkret fordert die SP Graubünden von der Bündner Regierung, «die entsprechenden kantonalen Ämter per Richtlinie sofort anzuweisen, sämtliche Spielräume, die auf kantonaler Ebene existieren, auszunutzen.» Sie denke dabei vor allem an eine grosszügige Handhabung des Familiennachzugs von bereits in Graubünden lebenden Afghaninnen und Afghanen, schreibt sie in der Mitteilung.

In der freitäglichen Fragerunde im Grossen Rat während der laufenden Session waren die nicht ausgelasteten Kapazitäten im Bündner Asylwesen ein Thema. Das hat die Bündner SP ebenfalls zur Forderung an die Regierung bewogen, wie es in der Mitteilung heisst. (so)

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Es ist für mich unverständlich, dass jetzt über einen vereinfachten Familiennachzug für Afganen diskutiert wird, aber wir Schweizer konnten diesen Dienst nie in Anspruch nehmen, da bei unseren Familien, eine Ablauffrist ei gehalten werden soll.
Weshalb haben diese Ämter nicht schon früher einen solchen vereinfachten Familiennachzug beantragt?
Einfach unglaublich.
Obwohl meine Frau und Tochter in meinem Familienbuch eingetragen sind, haben sie beide kein Anrecht auf ein Family Reunion Visa, oder auf vereinfachten Familiennachzug.
Einfach unverständlich.

Es ist alles nicht so durchschaubar.
In Afghanistan sind haufenweise Stämme, die sich untereinander verfeindet sind. Das ist nicht so einfach. Für 50 afghanische Flüchtlinge müssen deshalb vielleicht 10 verschiedene Flüchtlingswohnheime bereit gestellt werden, damit die sich, wenn sie hier im Sozialsystem angekommen sind, nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen.
Zur vorläufigen Befriedung Derselben sollte die Regierung erst mal 5 Millionen Gebetsteppiche in Auftrag geben. Das ist wichtiger als Masken. Denn die Gebetsteppiche werden sie bei ihrer Flucht sicher nicht mit eingepackt haben.

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