×

Schweiz schliesst Evakuierungsaktion aus Afghanistan ab

In der bisher umfangreichsten Evakuierungsaktion der Schweiz sind 387 Personen aus Afghanistan in die Schweiz geflogen worden. Damit sind die Evakuierungen nach Angaben des Aussendepartements EDA abgeschlossen.

Agentur
sda
27.08.21 - 17:29 Uhr
Politik
Mit Unterstützung der deutschen Bundeswehr hat die Schweiz insgesamt 387 Personen aus Afghanistan in die Schweiz geflogen. (Symbolbild)
Mit Unterstützung der deutschen Bundeswehr hat die Schweiz insgesamt 387 Personen aus Afghanistan in die Schweiz geflogen. (Symbolbild)
KEYSTONE/dpa/Hauke-Christian Dittrich

In den vergangenen zwei Wochen habe die Schweiz mit Unterstützung der deutschen Bundeswehr insgesamt 387 Personen aus Afghanistan in die Schweiz geflogen, teilte das EDA am Freitag mit. Zurzeit seien noch elf Schweizer Staatsangehörige in Afghanistan, mit denen das EDA in Kontakt stehe.

Unter den Evakuierten sind demnach 34 Schweizer Staatsangehörige, 218 Lokalangestellte der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) mit ihren Familien, 51 Personen mit ständiger Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz und 82 Personen mit einem Laissez-passer.

Die Schweiz ist gemäss EDA sehr besorgt über die sich verschlechternde Sicherheitslage in Afghanistan. Nach der tödlichen Anschlagsserie in Kabul am Donnerstag unterstrich Bundesrat Ignazio Cassis seine tiefe Betroffenheit und Solidarität mit den Familien der Opfer.

Kommentieren

Kommentar senden

Es braucht jetzt eine letzte grosse Operation, um mit einem Schlag den Führungskader der Taliban auszuschalten und deren Kämpfer in Kabul einzukesseln. Diesmal sollte ja die Bevölkerung gewillt sein zu helfen und nicht wie vorher auf beiden Seiten die Hand aufhalten sowie durch Tatenlosigkeit zu glänzen. Das wäre eine herausragende militärische Leistung. Aber es ist zu befürchten, dass der ganze Schlamassel das ist als was es erscheint. Das Ende einer 20-jährigen Fehlberichterstattung gespickt mit Märchen von freien demokratischen Wahlen, Schulenbau und Brunnenbohren.

Mehr zu Politik MEHR