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Hamas ruft erneut zu Protesten am Grenzzaun zu Israel auf

Hamas ruft erneut zu Protesten am Grenzzaun zu Israel auf

Die islamistische Palästinenserorganisation Hamas und weitere Gruppierungen im Gazastreifen haben für Mittwochnachmittag zu Protesten am Grenzzaun zu Israel aufgerufen. Der Protest richte sich gegen die israelische Blockade des Küstengebiets, teilten die Gruppierungen mit.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Politik
Die 10-jährige Rahaf Abu Fares, die vier Familienmitglieder verlor, als ihr Haus während des elftägigen Gefechts zwischen Israel und der Hamas im Mai von israelischer Artillerie bombardiert wurde, trägt einen Teddybär inmitten der Trümmer ihres Hauses im…
Die 10-jährige Rahaf Abu Fares, die vier Familienmitglieder verlor, als ihr Haus während des elftägigen Gefechts zwischen Israel und der Hamas im Mai von israelischer Artillerie bombardiert wurde, trägt einen Teddybär inmitten der Trümmer ihres Hauses im…
Keystone/AP/Adel Hana

Bei Konfrontationen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten waren am Samstag nach offiziellen Angaben 41 Palästinenser und ein israelischer Grenzpolizist verletzt worden. Anschliessend griff die israelische Luftwaffe nach Armeeangaben Hamas-Ziele im Gazastreifen an.

Die Konfrontationen im Grenzgebiet waren die gewaltsamsten seit 2019, seit dem Ende des zeitweise wöchentlich stattfindenden «Marschs der Rückkehr». Damals hatten Ägypten, Katar und die Vereinten Nationen erfolgreich zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas verhandelt.

Im Mai hatten sich Israel und militante Palästinenser einen elftägigen bewaffneten Konflikt geliefert, bei dem in Israel nach offiziellen Angaben 13 Menschen getötet wurden, im Gazastreifen starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums 255 Menschen. Die EU, Israel und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein.

Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Massnahme mit Sicherheitsinteressen. In dem Küstengebiet leben rund zwei Millionen Menschen, ein Grossteil davon nach Angaben von Hilfsorganisationen unter sehr schlechten Bedingungen.

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