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Ausbau der Berufsschule ist zu teuer

Ausbau der Berufsschule ist zu teuer

Die Kosten für den geplanten Ausbau der Berufsschule Ziegelbrücke müssen gesenkt werden. Der Glarner Regierungsrat hat den Zuschlag für die Ausführung des Projekts widerrufen.

Südostschweiz
vor 3 Monaten in
Politik
Berufsschule Ziegelbrücke, Schule
Ausbau: Die Glarner Berufsschulen werden in Ziegelbrücke zentralisiert.
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Der Glarner Regierungsrat widerrief an der Regierungssitzung vom Donnerstag den Zuschlag für die Ausführung des Projekts «Erweiterung Berufsschule Ziegelbrücke». Da die Projektkosten weit über der Kostenschätzung des Kantons liegen, wird das Bauvorhaben überarbeitet. Die Zusammenarbeit mit dem Planungsteam des Projekts werde beendet, heisst es in einer Mitteilung des Kantons Glarus.

Keine Einigung gefunden

Bereits im November 2020 präsentierte das Planungsteam der Baukommission ein Vorprojekt, das laut Kanton Glarus deutlich teurer ausfiel, als es der Kanton aufgrund seiner eigenen, fundierten Abklärungen einschätze. Aus dieser eigenen Abklärung ging eine Kostenschätzung von rund 30 Millionen Franken hervor. Das Planungsteam präsentierte eine Kostenschätzung von 44 Millionen Franken. In der Folge wurde eine Kostenoptimierung geprüft und vom Planungsteam verlangt, die Projektkosten auf 36 Millionen Franken zu senken. Gemäss dem Kanton Glarus konnte nun aber keine Kostensenkung der Projektkosten erzielt werden.

Da für die Regierung eine solche Kostensteigerung in der Vorprojektphase nicht infrage komme und die Basis für eine erfolgreiche Partnerschaft nicht mehr gegeben sei, werde den Zuschlag an das Planungsteam widerrufen, heisst es in der Mitteilung vom Kanton Glarus.

Neuer Zuschlag

Durch den Ausbau der gewerblich-industriellen Berufsfachschule Ziegelbrücke sollen die Glarner Berufsschulen zentralisiert werden und genügend Platz für die Bedürfnisse der Berufsbildung im Kanton geschaffen werden. Das Bildungszentrum für Gesundheit und Soziales wird dorthin umziehen. Für das Bauvorhaben wurde ein anonymer Projektwettbewerb durchgeführt und besagtes Planungsteam erhielt den Zuschlag.

Wenn der Widerruf rechtskräftig ist, kann ein neuer Zuschlag erteilt werden. Dem Kanton Glarus steht es danach frei, den Zuschlag einem anderen Team zu erteilen oder ein neues Auswahlverfahren zu eröffnen. (mea)

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