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Der Kanton fördert die interne Gleichstellung

Die kantonale Verwaltung von Graubünden fördert die interne Gleichstellung und will damit ihre Funktion als Vorbild wahrnehmen.

Südostschweiz
07.07.21 - 10:43 Uhr
Politik
Gleichstellung: Mit dem Aktionsplan egual 21 fördert die kantonale Verwaltung die Chancengleichheit von Mann und Frau.
Gleichstellung: Mit dem Aktionsplan egual 21 fördert die kantonale Verwaltung die Chancengleichheit von Mann und Frau.
Bild Kantonale Verwaltung

Die kantonale Verwaltung fördert mit dem Aktionsplan für Gleichstellung in der Verwaltung «egual 21» die interne Chancengleichheit für Mann und Frau. Laut Regierungsrat Jon Domenic Parolini hat die öffentliche Hand eine wichtige Vorbildfunktion für die Gesellschaft und für andere Arbeitgebende, die sie dadurch wahrnimmt. Die Stabstelle für Chancengleichheit von Mann und Frau, die Parolinis Departement untersteht, ist für die Umsetzung von «egual 21» zuständig. In der kantonalen Verwaltung selbst liegt der Frauenanteil momentan bei 34 Prozent bei den rund 3600 Mitarbeitenden.

Wie die kantonale Verwaltung mitteilt, wurde der Aktionsplan vor zwei Jahren vom Grossen Rat überwiesen und 2020 von der Regierung in Auftrag gegeben. Das Projekt dauert vier Jahre und wird in Zusammenarbeit mit dem Personalamt umgesetzt. Der Aktionsplan fördert die Entwicklungsziele «Attraktiver Arbeitgeber» und «Förderung der Familienfreundlichkeit» des Regierungsprogramms 2021 –2024.

Mehrere Faktoren entscheidend

Laut der kantonalen Verwaltung taugt der Frauenanteil nur bedingt als Indikator für Gleichstellung. Aussagekräftiger seien weitere Faktoren wie Kaderförderung, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Lohngleichheit, Betriebskultur oder Diskriminierungsfreiheit. Der neue Aktionsplan werde solche Faktoren in einer ersten Phase ermitteln und interpretieren. Diese Phase startet am 1. Juli mit einer Befragung aller Mitarbeitenden und verschiedenen Workshops auf allen Führungsstufen. Diese Bestandesaufnahme wird von einer unabhängigen Fachstelle umgesetzt. Ab März 2022 sollen die daraus gewonnen Erkenntnisse in drei weiteren Phasen entwickelt, umgesetzt und schliesslich auch evaluiert werden. 

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