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600 Ideen für die Erschliessung von Braunwald

Grosse Beteiligung an der öffentlichen Mitwirkung zur künftigen Erschliessung von Braunwald. Bis Ende Juli wird ausgewertet, dann entscheidet die Regierung über das weitere Vorgehen.

Südostschweiz
05.07.21 - 10:06 Uhr
Politik
Braunwald: Aktuell nur per Standseilbahn erreichbar.
Braunwald: Aktuell nur per Standseilbahn erreichbar.
PRESSEBILD

Um nach Braunwald zu gelangen, führt kein Weg an der Standseilbahn vorbei. Noch. Vielleicht soll Braunwald in Zukunft komplexer erschlossen werden.

Der Kanton hat ein Mitwirkungsverfahren lanciert, welches Ideen zu dieser Erschliessung liefern soll. Dieses ist Ende Juni abgeschlossen worden. Insgesamt seien über 600 Einzeleingaben eingegangen, teilt die Regierung des Kantons Glarus nun mit. Bis Ende Juli wolle sie diese auswerten. Anschliessend kann das weitere Vorgehen beschlossen werden.

Doch zurück zum Anfang: Die Konzession und Betriebsbewilligung der Standseilbahn läuft am im Jahr 2035 aus. Die heutige Anlage von 1907 wurde zwischen 1997 und 1998 das letzte Mal umfassend erneuert. Ausserdem muss die Bahn dem Behindertengleichstellungsgesetz angepasst werden.

Neue Standseilbahn oder komplett andere Lösung?

Seit 2006 plant der Kanton deshalb, die Standseilbahn nach Braunwald zu erneuern. Bis 2017 wurden unzählige Varianten für den Standort der Bergstation sowie die Linienführung untersucht. Schliesslich zeichnete sich ab: eine Verlegung der Bergstation zum Hüttenberg und die Beibehaltung des Systems Standseilbahn ist empfehlenswert. Zusätzlich tauchte aber eine weitere Idee auf: Eine Güterstrasse von der Klausenpassstrasse soll es richten. Zusätzlich dazu solle für den Personentransport eine Einseilumlaufbahn gebaut werden – komplett neu. Damit würde die Standseilbahn hinfällig. Auch zu dieser Idee wurden Vorstudien erarbeitet. Klar wurde: Die Zukunft der Erschliessung von Braunwald ist komplex. (mas)

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