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Eine Lektion pro Halbtag mehr

Die Regierung ermöglicht den Schulträgerschaften neu, die Anzahl Lektionen pro Halbtag auszuweiten. Das Wohl der Primarschulkinder habe bei den Entscheidungen stets Vorrang.

Südostschweiz
01.07.21 - 15:40 Uhr
Politik
In Graubünden darf die Lektionenzahl auf Primarstufe pro Halbtag künftig erhöht werden.
In Graubünden darf die Lektionenzahl auf Primarstufe pro Halbtag künftig erhöht werden.
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Die Regierung des Kantons Graubünden hat die Schulverordnung überarbeitet. Neu darf die Anzahl Lektionen pro Halbtag auf der Primarstufe von vier auf maximal fünf Lektionen ausgeweitet werden. Dies teilt der Kanton in einer Mitteilung mit. 

Mit der angepassten Schulordnung sei die Regierung dem politischen Anliegen gefolgt, dass Schulträgerschaften bei begründeten Fällen die Anzahl Lektionen pro Halbtag ausweiten dürfen, heisst es weiter. Als begründete Fälle sieht die Regierung beispielsweise die Situation, wenn besondere fahrplantechnische Engpässe des öffentlichen Verkehrs vorliegen, wenn Schülerinnen- und Schülertransporte kaum anders organisiert werden können oder wenn grössere Betreuungskosten durch Randzeiten entstehen.

Sorgfältige Prüfung notwendig

Weiter heisst es, der Regierung sei bewusst, dass bei jüngeren Schülerinnen und Schülern aus pädagogischen Gründen eine Ausweitung der Anzahl Lektionen pro Halbtag sehr sorgfältig geprüft werden müsse. Man achte im Schulbereich auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Aktivitäts- und Beruhigungsphasen, um den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. Laut dem Kanton ist diese Balance Voraussetzung, um die innere Bereitschaft für das Lernen aufrechtzuerhalten, deshalb sollten in der Regel die vier Lektionen Unterricht pro Halbtag nicht überschritten werden. Die Bedürfnisse der Kinder hätten bei allen Überlegungen und Entscheidungen stets Vorrang vor organisatorischen und finanziellen Vorteilen, heisst es weiter. (paa)

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