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Vatikan untersucht Vorwürfe gegen Vertrauten von Johannes Paul II.

Vatikan untersucht Vorwürfe gegen Vertrauten von Johannes Paul II.

Der Vatikan untersucht Vertuschungsvorwürfe gegen den langjährigen Sekretär des verstorbenen Papstes Johannes Paul II., Kardinal Stanislaw Dziwisz.

Agentur
sda
vor 2 Monaten in
Politik
ARCHIV - Der Petersplatz mit dem Dom in der Vatikanstadt, dem Sitz des Papstes der römisch-katholischen Kirche. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa
ARCHIV - Der Petersplatz mit dem Dom in der Vatikanstadt, dem Sitz des Papstes der römisch-katholischen Kirche. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa
Keystone/AP/Gregorio Borgia

Auf Bitten des Heiligen Stuhls habe sich der emeritierte Erzbischof von Genua, Kardinal Angelo Bagnasco, zehn Tage in Polen aufgehalten, dort Dokumente eingesehen und Gespräche geführt, teilte die päpstliche Nuntiatur in Polen am Samstag mit. «Ziel (der Visite) war die Überprüfung der auch öffentlich signalisierten Vorwürfe der Vernachlässigung durch Kardinal Dziwisz während seiner Amtszeit als Erzbischof von Krakau von 2005 bis 2016», hiess es weiter.

Im November war der 82-jährige Dziwisz durch einen polnischen Dokumentarfilm schwer belastet worden. In der 80-minütigen Dokumentation «Don Stanislao» des Senders TVN24 kamen Missbrauchsopfer, Priester, Kirchenexperten sowie investigative Journalisten zu Wort. Sie warfen Dziwisz vor, als Vertrauter und Sekretär des polnischen Papstes Johannes Paul II. zwischen 1978 und 2005 Vorwürfe über kirchliche Würdenträger wegen sexuellen Missbrauchs weltweit unter den Teppich gekehrt zu haben - teils wegen persönlicher Bekanntschaften, teils aber auch, weil die mutmasslichen Täter der Kirche grosse Geldspenden eingebracht hätten.

Dziwisz wies die Vorwürfe seinerzeit zurück und sprach von «verleumderischen Anschuldigungen». Der Vorsitzende der polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislaw Gadecki, hatte nach der Ausstrahlung des Films gesagt, er hoffe, dass alle Fragwürdigkeiten, die in der Reportage dargestellt würden, von einer Kommission des Vatikans aufgeklärt würden.

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