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Trotz Corona ein höheres Plus

Trotz Corona ein höheres Plus

Die Jahresrechnung 2020 von Ilanz/Glion schliesst deutlich besser ab als budgetiert.

Jano Felice
Pajarola
vor 1 Monat in
Politik
Nicht so düstere Wolken: Die Coronasituation hat sich in Ilanz/Glion finanziell noch nicht so breitflächig negativ ausgewirkt wie befürchtet.
Bild Archiv

Ein Ertragsüberschuss von 455’000 Franken anstelle der veranschlagten 153’000 Franken: Trotz des Coronajahrs weist die Jahresrechnung 2020 der Gemeinde Ilanz/Glion ein besseres Ergebnis aus, als ursprünglich budgetiert worden war. Beim Cashflow konnte mit rund 3,5 Millionen Franken gar der beste Wert seit 2015 erreicht werden; die Nettoinvestitionen von 2,4 Millionen Franken liessen sich damit zu 146 Prozent selber finanzieren. Dies geht aus dem am Mittwochabend vom kommunalen Parlament genehmigten Verwaltungsbericht und der ebenfalls gutgeheissenen Rechnung hervor. Das gute Ergebnis wird nun dafür genutzt, beschlossene Grossinvestitionen vorzufinanzieren: Zwei Millionen Franken werden für die Erneuerung des Ilanzer Bahnhofareals reserviert. Der Gesamtaufwand in der Rechnung 2020 erreicht damit gut 33 Millionen Franken.

Zu wenig Zeit für alle Traktanden

Vom Parlament bejaht wurden laut einer Mitteilung ausserdem die Rechnung der Wasserversorgung Gruob und – als Pendenz aus der Fusion – eine Teilrevision des Meliorationsunterhaltsgesetzes. Auch eine Teilrevision des Abfallentsorgungsgesetzes stiess auf Anklang; sie befreit unter anderem Heime und in solchen Institutionen lebende Personen von der Abfallgebühr. Zugestimmt wurde schliesslich auch einem Verpflichtungskredit von 436’000 Franken für die im Herbst geplante Sanierung der Via Plaun Liung in Ilanz.

Aus Zeitgründen auf die nächste Parlamentssitzung verschoben wurde die Behandlung des Gesetzes für das Befahren von Alp-, Güter- und Waldstrassen mit Motorfahrzeugen. Ebenfalls vertagt wurde die Beantwortung einer Anfrage von Ursula Brändli Capaul betreffend eine Teilrevision des Steuergesetzes. Angeregt wird darin eine eventuelle Senkung der Einkommens- und Vermögenssteuer von 100 auf 87 Prozent bei gleichzeitiger Verdopplung der Liegenschaftssteuer auf zwei Promille.

Gemäss den Berechnungen des Gemeindevorstands würde dies zu einem Mehrertrag von 2,25 Millionen Franken führen. Welchen Effekt die Steuersenkung auf 87 Prozent hinsichtlich erhoffte Neuzuzüge in die Gemeinde habe, lasse sich allerdings nicht abschliessend beurteilen, so der Vorstand in seiner schriftlich bereits publizierten Reaktion. Politisch jedoch sei eine derart starke Anpassung des Steuersatzes – vor allem die Verdoppelung der Liegenschaftssteuer – derzeit wohl «nicht umsetzbar». Zu prüfen sei jedoch eine kleinere Senkung auf beispielsweise 95 Prozent mit entsprechend geringerer Erhöhung der Liegenschaftssteuer.

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