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Rückblick der Davoser Parteien

Rückblick der Davoser Parteien

Die DZ bat im Vorfeld des Abstimmungssonntags die Davoser Parteien, Statements zu den kommunalen und kantonalen Abstimmungsergebnissen zu verfassen. 

Davoser
Zeitung
vor 3 Monaten in
Politik
Das Areal Gadastatt kann dank der Gewässerraumverschiebung besser bebaut werden.
ad

BDP Davos

Die BDP ist erfreut über die klare Annahme aller Davoser Vorlagen. Damit hat das Stimmvolk die Grundlagen für wichtige und zukunftsweisende Innovationen gelegt. Allen voran kann die dringend benötigte Erweiterung im Guggerbach vorgenommen werden. Mit dem Ja zu den drei Teilrevisionen der Ortsplanung stellt sich die Bevölkerung hinter ein umweltverträgliches Beschneiungskonzept im Skigebiet Parsenn sowie für eine breit abgestützte tragfähige Lösung zur Erschliessung einer Parzelle.Mit der hohen Zustimmung zum neuen Wahlsystem geht eine langjährige Diskussion um Majorz/Proporz zu Ende. Für die BDP spricht dafür, dass auch künftig die bisherigen Wahlkreise sowie die politische und kulturelle Vielfalt im Kanton berücksichtigt wird.

Das deutliche Abstimmungsergebnis gegen die Jagd-Initiative ist ein Ja zum bestehenden Jagdgesetz. Kaum umsetzbare Forderungen im Bereich Regulierung sowie die Tatsache, dass einige Forderungen bereits heute umgesetzt sind, haben sicher zu diesem klaren Ergebnis beigetragen.

Das Nein zur Aufhebung des Gesetzes über Mutterschaftsbeiträge ist zu akzeptieren. Offensichtlich konnte der Bevölkerung die ganzheitliche Betrachtung zu wenig klar aufgezeigt werden, dass es dabei nicht um eine Streichung der Beiträge gegangen wäre, sondern um eine Änderung der Finanzierung, im Sinne einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

CVP freut sich über die Abstimmungsresultate

Die Resultate der Gemeinde- und Kantonsvorlagen stimmen mit den Parolen der CVP Davos überein, was vonseiten Partei wohlwollend zur Kenntnis genommen wird. Besonders die Zustimmung zur Ortsplanung Zentrum Guggerbach steht für Weitsicht, aber auch das eindeutige Ja zu den Ortsplanungen Skigebiet Parsenn/Palüda und Gadastatt Davos Dorf. Glücklicherweise ist auch das Resultat der kantonalen Vorlagen im Sinne der CVP ausgefallen. Mit dem «Bündner Kompromiss» zum neuen Wahlsystem für den Grossen Rat findet die jahrelange Debatte ein zufriedenstellendes Ende. Das deutliche Nein zur Jagdinitiative ist genau das, was die Bündner Natur zu Gunsten von Mensch und Tier braucht, ist doch der Ablauf der Bündner Jagd bereits umsichtig geregelt. Gerne zur Kenntnis genommen wird auch die Ablehnung der Aufhebung des Gesetzes über Mutterschaftsbeiträge. Einmal mehr haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mit einer sehr hohen Stimmbeteiligung von 55 bis 61 Prozent zuverlässig für diese äusserst positiven Resultate gesorgt.

Medienmitteilung der FDP Davos

Die FDP freut sich über den klaren Zuspruch des Davoser Souveräns zu allen Gemeindevorlagen. Diese tragen zur Stärkung von Davos als Wohn-, Arbeits- und Tourismusort bei. Das Guggerbach erfährt eine qualitative Aufwertung, da neue und moderne Nutzungsmöglichkeiten geschaffen werden. Mit den Teilrevisionen der Ortsplanung Gadastatt können elf Erstwohnungen an zentraler Lage entstehen und eine hochwertige Landwirtschaftsfläche wird geschützt. Im Skigebiet Parsenn wird die Talabfahrt einfacher und sicherer gestaltet. Davon profitieren Wintersporttreibende und der Tourismus.

Mit Freude nimmt die FDP auch das klare Ja zum neuen Wahlsystem und das deutliche Nein zur Jagdinitiative zur Kenntnis. Davos wird somit nicht in unterschiedliche Wahlkreise aufgeteilt, und die 39 Wahlkreise im Kanton bleiben bestehen. Mit der Ablehnung der Jagdinitiative bringen die Bündnerinnen und Bündner ihr grosses Vertrauen in das heutige Jagdsystem zum Ausdruck. Enttäuscht ist die FDP über das Nein zur Vorlage zum Gesetz über Mutterschaftsbeiträge. Diese hatte das Ziel, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, was dem Bedürfnis vieler Eltern entspricht.

SP: Erfreuliches auf Gemeinde- und Kantonsebene

Mit der überdeutlichen Annahme aller vier kommunalen Vorlagen kann sich die neue Davoser Regierung bestätigt fühlen. Hier zeigt sich, dass im Kleinen Landrat parteiübergreifend gut gearbeitet wird und die Stimmbürger den Kurs der Regierung mit über 80 Prozent Zustimmung tragen – so darf es weitergehen. Gross ist die Freude auch über die deutliche Annahme des neuen Wahlsystems. Mehr Fairness und Diversität dürften in kommenden Wahlen den Grossen Rat wesentlich beeinflussen. Nach über 80 Jahren Kampf für ein faires Wahlsystem ist es der SP in Zusammenarbeit mit fast allen grossen Parteien endlich gelungen, ein faires und ausgeglichenes Wahlsystem an der Urne durchzubringen. Auch als grosser Erfolg ist das gelungene Referendum gegen die Aufhebung der Mutterschaftsbeiträge zu werten. Hier hat sich die SP des Kantons stark für die Beibehaltung dieser Gelder eingesetzt und letztlich deutlich obsiegt. Mit der Ablehnung der zu extremen Jagdinitiative war zu rechnen, die SP begrüsst den Ausgang nichtsdestotrotz.

GLP: Viele Würfel sind gefallen

Die Davoser Grünliberalen freuen sich über die erneut hohe Stimmbeteiligung. Herzlichen Dank. Erfreut sind sie über die deutlichen Ablehnung der Jagd-Initiative, die ebenfalls sehr deutliche Annahme des neuen Bündner Wahlsystems sowie über die Ablehnung der Aufhebung der Mutterschaftsbeiträge.

Dass auf Gemeindeebene über drei weitere Teilrevisionen abgestimmt wurde, zeigt deutlich, dass wir uns in einem Planungsstau befinden. Die Davoser Grünliberalen sind zuversichtlich, dass der Grosse Landrat an seiner nächsten Sitzung vom 1. Juli mit der Überweisung des Postulats Thomann betreffend Totalrevision der Zonenplanung die Weichen stellt.

Die SVP Davos dankt

Das vergangene Abstimmungswochenende bereitet der SVP Davos viel Freude! Die Bevölkerung hat genau so abgestimmt, wie die Empfehlung unserer Parolen. Auf kantonaler Ebene ist nun endlich ein Wahlsystem eingeführt, welches in Zukunft wohl nicht mehr zu Streitereien und rechtlichen Bundesangelegenheiten führen wird. Die Diversität wird gefördert und die Wahlen spannender.Die Mutterschaftsbeiträge werden ebenfalls nicht abgeschafft respektive verlagert, sondern bleiben beim Kanton, was ganz nach unserer Meinung ist.Kommunal war zu erwarten, dass die Umzonungen ein geringes Spiel haben. Schön ist, dass diese mit so hohen Ja-Stimmenanteilen allesamt angenommen wurden. Somit steht die Davoser Bevölkerung hinter den geplanten Projekten und fördert diese.

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