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Die Landgeschäfte sind aufgegleist

Die Landgeschäfte sind aufgegleist

Das Projekt für die Norderweiterung der Schlackendeponie Unterrealta kommt voran. Sinken dürften dieses Jahr die Abfallkosten im Mittelbündner Gebiet.

Jano Felice
Pajarola
vor 2 Wochen in
Politik
Im Gebiet hinter den Anlagen der Beton- und Kies AG in Unterrealta bei Cazis soll die bestehende Schlackendeponie erweitert werden.
Archiv

Die Delegierten des Abfallbewirtschaftungsverbands Mittelbünden (AVM) haben am Dienstagabend grünes Licht gegeben: Der Verbandsvorstand kann die Landgeschäfte für die Norderweiterung der Schlackendeponie Unterrealta bei Cazis in Angriff nehmen. Konkret wird die Beton und Kies AG Unterrealta eine Fläche von knapp 9000 Quadratmetern für den Deponiebau an den AVM abtreten; im Gegenzug verkauft der AVM rund 2800 Quadratmeter an die Kies-AG, damit diese ihre Platzbedürfnisse kompensieren kann. Aktuell ist vorgesehen, die Erweiterung 2022/23 zu realisieren und ab 2024 erneut Schlacke in Unterrealta einzubauen. Das Volumen der bisherigen Deponie im Südteil des Areals ist aufgefüllt, die Renaturierung wird laut AVM-Präsident Christian Theus bis im Spätherbst 2022 abgeschlossen sein.

Neuvergabe wirkt sich aus

Von den Delegierten genehmigt wurden auch das Budget 2021 und die Rechnung 2020 des AVM. Der Voranschlag liegt mit einem Gesamtaufwand von 2,77 Millionen Franken gut 12 Prozent unter jenem von 2020. Dies ist gemäss Theus vor allem auf die günstigere Neuvergabe des Sammel- und Transportdiensts im Verbandsgebiet sowie auf den Kehrichtverbrennungspreis beim Gemeindeverband Gevag zurückzuführen, er ist letztes Jahr von 150 auf 140 Franken pro Tonne gesunken. Die AVM-Gemeinden müssen heuer voraussichtlich 2,55 Millionen Franken an Kosten übernehmen. 

In der Rechnung 2020 belief sich der Gemeindeanteil auf 2,65 Millionen Franken, dies bei einem Gesamtaufwand von 2,94 Millionen Franken. Die Kehrichtmenge erhöhte sich von 6177 auf 6332 Tonnen. 

Neu in den AVM-Vorstand gewählt wurde am Dienstag Stefan Collet aus Sils im Domleschg. Er ersetzt Ueli Bleiker, der nach 22 Jahren im Vorstand zurückgetreten ist.

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