×

Burkina Faso: Drei Tage Staatstrauer nach Überfall mit über 100 Toten

Bei einem Überfall im westafrikanischen Burkina Faso sind mehr als 100 Menschen getötet worden. Der «barbarische Angriff» habe sich in der Nacht von Freitag auf Samstag ereignet, sagte der Präsident Roch Kabore am Samstag auf Facebook. Bewaffnete hätten das Dorf Solhan in der nördlich gelegenen Sahel-Region angegriffen, hiess es weiter. Es ist der Angriff mit den meisten Todesopfern seit Jahren.

Agentur
sda
05.06.21 - 17:52 Uhr
Politik
ARCHIV - Burkina Fasos Präsident Roch Kabore gibt seinen Stimmzettel bei den Präsidentschaftswahlen im November letzten Jahres ab. Nachdem mehr als 100 Menschen bei einem bewaffneten Überfall getötet wurden, hat er eine dreitägige Staatstrauer angeordnet…
ARCHIV - Burkina Fasos Präsident Roch Kabore gibt seinen Stimmzettel bei den Präsidentschaftswahlen im November letzten Jahres ab. Nachdem mehr als 100 Menschen bei einem bewaffneten Überfall getötet wurden, hat er eine dreitägige Staatstrauer angeordnet…
Keystone/AP/Sophie Garcia

Der staatlichen Nachrichtenagentur AIB zufolge wurden die Menschen regelrecht «exekutiert». Demnach sollen die Angreifer auch Gebäude und den Markt in Brand gesetzt haben. Auch könne die Zahl der Opfer weiter steigen, meldete AIB.

Er habe eine dreitägige Staatstrauer angeordnet, sagte Kabore. Sicherheitskräfte seien bereits unterwegs um die Täter der «schändlichen» Tat aufzuspüren und «ausser Gefecht zu setzen». Über die Identität und das Motiv der Täter gab es keine weiteren Informationen.

Burkina Faso liegt in der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt. Dort sind bewaffnete Gruppen aktiv, von denen einige dem Islamischen Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen haben. Burkina Faso blieb lange von Attacken verschont, doch stieg ihre Zahl seit 2015 deutlich an. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mittlerweile mehr als 1,2 Millionen Menschen im eigenen Land auf der Flucht.

Kommentieren

Kommentar senden

Es stellt sich all zu oft raus, dass diese Jihadisten nur Söldner sind, die für Geld überall in der Welt kämpfen würden.
Der Kampf gegen den Terror kann nicht über die Kämpfer entschieden werden, sondern nur über das Kapital. Auch der radikalste Jihadist kämpft nicht mit leeren Magen und leeren Magazin. Die Milliarden an Zahlungen müssen irgendwo herkommen.

Mehr zu Politik MEHR