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Kremlgegner Nawalny wird 45 - Glückwünsche ins Straflager

Kremlgegner Nawalny wird 45 - Glückwünsche ins Straflager

Familie und Unterstützer haben dem inhaftierten Kremlgegner Alexej Nawalny zu seinem 45. Geburtstag Glückwünsche ins Straflager geschickt. «Alles Gute zum Geburtstag», schrieb seine Frau Julia am Freitag auf Instagram und postete ein Herzchen-Emoji.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Politik
ARCHIV - Alexej Nawalny, russischer Oppositionsführer, steht während seiner Verhandlung hinter einer Glasscheibe im Babuskinsky Bezirksgericht. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa
ARCHIV - Alexej Nawalny, russischer Oppositionsführer, steht während seiner Verhandlung hinter einer Glasscheibe im Babuskinsky Bezirksgericht. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa
Keystone/AP/Alexander Zemlianichenko

Nawalnys Pressesprecherin Kira Jarmysch gratulierte auf Twitter «dem weltbesten Chef und zukünftigen Präsidenten». Auf dem Instagram-Account des Kremlkritikers selbst wurde ein Foto veröffentlicht, das ihn mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern zeigt. Nawalny, der im vergangenen Jahr nur knapp einen Giftanschlag überlebt hatte, dankte allen Unterstützern.

Unterdessen durchsuchten Gerichtsvollzieher laut Agentur Interfax Nawalnys Wohnräume nach Geld und Wertgegenständen. Die Durchsuchungen stünden im Zusammenhang mit 29 Millionen Rubel (327 000 Euro) Schadenersatz, die der Oppositionelle einem Gerichtsbeschluss zufolge noch zahlen muss. Nawalny ist seit Monaten in einem Straflager im Gebiet Wladimir rund 100 Kilometer östlich von Moskau inhaftiert.

Der bekannte russische Oppositionspolitiker war nach einem Mordanschlag mit dem Nervengift Nowitschok im vergangenen August in Deutschland behandelt worden. Bei seiner Rückkehr am 17. Januar wurde er an einem Moskauer Flughafen festgenommen. Kurz darauf verurteilte ihn ein Gericht in Moskau zu mehreren Jahren Straflager. Er soll gegen Meldeauflagen in einem früheren Strafverfahren verstossen haben, während er sich in Deutschland von dem Anschlag erholte. Das Urteil wurde international teils heftig kritisiert und als politisch motiviert eingestuft.

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