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FDP-Chefin präsentiert Plan B nach Scheitern des Rahmenabkommens

FDP-Chefin präsentiert Plan B nach Scheitern des Rahmenabkommens

FDP-Präsidentin Petra Gössi hat nach dem Scheitern des Rahmenabkommens mit der EU in einem Interview Ideen für die Schweizer Wirtschaftspolitik propagiert. Darunter sind eine Flexibilisierung von Arbeitszeiten, tiefere Firmensteuern und mehr Fachkräfte aus aller Welt.

Agentur
sda
vor 3 Monaten in
Politik
"Wir müssen aktiv Partnerschaften mit Drittstaaten ausserhalb der EU suchen": FDP-Präsidentin Petra Gössi. (Archivbild)
"Wir müssen aktiv Partnerschaften mit Drittstaaten ausserhalb der EU suchen": FDP-Präsidentin Petra Gössi. (Archivbild)
KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Die Nachteile für die Schweizer Wirtschaft mit dem Scheitern des Rahmenabkommens sollen durch eine Drei-Säulen-Strategie kompensiert werden, wie Gössi in dem Interview mit Zeitungen des Tamedia-Verlags (Donnerstagausgaben) sagte. Der Plan besteht aus dem Festhalten am bilateralen Weg mit der EU, neuen Partnerschaften mit Drittstaaten ausserhalb der EU sowie einem «nationalen Fitnessprogramm».

Die FDP-Präsidentin plädierte dafür, dass die Schweiz ihre wirtschaftlichen Beziehungen zum Rest der Welt ausserhalb der EU intensiviert - etwa mit Freihandelsabkommen mit Südamerika, Indien und den USA sowie mit Forschungskooperationen mit Grossbritannien und asiatischen Staaten.

Die Schweiz soll nach Ansicht der Freisinnigen zudem vermehrt aussereuropäische Fachkräfte rekrutieren, wenn Firmen im Inland nicht genügend Expertinnen und Experten finden. «Wir brauchen höhere Kontingente für Fachkräfte aus Drittstaaten», sagte Gössi. Dies habe jüngst der Personalmangel in der Impfstoffproduktion bei Lonza gezeigt.

Zudem will Gössi die Arbeitszeiten für Angestellte flexibilisieren. Sie schlug eine Jahres- statt der wöchentlichen Höchstarbeitszeit und kürzere Ruhezeiten vor. Die Arbeitszeit insgesamt soll nach ihren Worten dabei aber nicht ausgeweitet werden.

Schliesslich will die FDP auch die Unternehmenssteuern senken. Die Stempelabgaben und die Verrechnungssteuer müssten abgeschafft und die Firmen mit einer Aufgabe der Industriezölle entlastet werden, sagte Gössi.

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