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Ukrainischer Politiker: Protassewitsch kämpfte nicht im Donbass

Ukrainischer Politiker: Protassewitsch kämpfte nicht im Donbass

Der in Belarus festgenommene Oppositionsaktivist Roman Protassewitsch ist nach Darstellung eines früheren ukrainischen Parlamentsabgeordneten nicht an Kämpfen in der Ostukraine beteiligt gewesen. Als Journalist sei seine Waffe kein Maschinengewehr gewesen, sondern Worte, zitierte das Internetportal «Ukrainskaja Prawda» am Mittwoch den Politiker Andrij Bilezky. Als der Blogger 2014 aus dem Donbass im Osten der Ukraine berichtet hatte, sei er verletzt worden.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Politik
SCREENSHOT - Der belarussische Blogger Roman Protassewitsch. Foto: Telegram/Social Media/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
SCREENSHOT - Der belarussische Blogger Roman Protassewitsch. Foto: Telegram/Social Media/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
Keystone/Telegram/Social Media/-

Zuvor hatte der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko behauptet, Protassewitsch habe im Südosten der Ukraine Menschen getötet. «Diese Fakten sind nicht nur bei uns, sondern auch bei unserem Bruderstaat Russland bekannt - und in der ganzen Welt», sagte er vor Abgeordneten in Minsk. In Belarus steht auf sehr schwere Verbrechen die Todesstrafe, die auch noch vollstreckt wird.

Der Chef des belarussischen Geheimdienstes KGB, Iwan Tertel, behauptete der Staatsagentur Belta zufolge, die von Lukaschenko angeführten «Fakten» über den 26-Jährigen könnten in Medien «mit persönlichen Geständnissen von Protassewitsch» nachgelesen werden. Der Blogger sitzt gemeinsam mit seiner Freundin Sofia Sapega in Untersuchungshaft.

Die Behörden der autoritär regierten Republik hatten am Sonntag ein Flugzeug der irischen Airline Ryanair auf dem Weg von Griechenland nach Litauen mit einem Kampfjet zur Landung gebracht - angeblich wegen einer Bombendrohung. Die stellte sich später als Fehlalarm heraus. Mehr als 100 Menschen waren an Bord, darunter Protassewitsch und seine Freundin, die nach der Landung festgenommen wurden.

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