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Mit Beiträgen die Gästekarte abgesegnet

Tujetsch und Disentis sind einverstanden mit einer Erhöhung der Mittel für die Sedrun Disentis Tourismus AG.

Jano Felice
Pajarola
25.05.21 - 04:30 Uhr
Politik
Touristen Tourismus Herbst
Touristen geniessen die Aussicht zwischen Sedrun und Disentis. Hier ist ein Archivbild zu sehen.
NADJA GUETG

Die kommunalen Parlamente von Tujetsch und Disentis haben sich an ihrer gemeinsamen Sitzung vom Freitag in Disentis einstimmig damit einverstanden erklärt, das Budget für die regionale Tourismusorganisation von 1,7 auf zwei Millionen Franken jährlich zu erhöhen, und das für die nächsten zwei Jahre. Dies sei nötig gewesen, um die Kosten und ein entsprechendes Angebot für die Gästekarte zu sichern, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung der Gemeinderäte. Vor allem wolle man damit für alle Partner und Leistungsträger eine maximale Planungssicherheit bis 2023 schaffen.

Angebot wird überarbeitet

An der Sitzung anwesend waren gemäss Mitteilung auch Raphael Krucker, CEO der Andermatt Swiss Alps AG, und Simona Barmettler, Direktorin der Sedrun Disentis Tourismus AG. Die Ratsdebatte sei grösstenteils geprägt gewesen von der Unzufriedenheit mit dem in der Gästekarte inkludierten Angebot für Zweitheimische. Diese können seit dem laufenden Jahr die Bergbahnen der Destination nur noch an sieben aufeinanderfolgenden Tagen gratis nutzen (Ausgabe vom 17. Mai). Krucker und Barmettler hätten jedoch mit den Gemeindevorständen den Parlamenten signalisiert und zugesichert, dass mit der nun zugesprochenen Planungssicherheit die Ruhe und Zeit bestehe, ein neues Modell für die Gästekarte zu planen. In diesem Modell solle auch das Angebot für die Zweitheimischen überarbeitet werden.

Gratistage für Einheimische

Freuen können sich über den Entscheid vom Freitag hingegen die Personen mit Niederlassung in einer der Gemeinden: Mit einer Einheimischenkarte erhalten sie neu die Möglichkeit, ab 1. Juni die Bergbahnen Andermatt-Sedrun und Disentis an sieben frei wählbaren Sommertagen gratis zu nutzen. Dieses Gratisangebot sei «reiner Goodwill» der Bergbahnen gegenüber der einheimischen Bevölkerung, wird betont. Es zeige, dass die «zusätzlich getätigten Investitionen in den beiden Gemeinden im Bereich des Tourismus anerkannt und respektiert werden».

Jano Felice Pajarola berichtet seit 1998 für die «Südostschweiz» aus den Regionen Surselva und Mittelbünden. Er hat Journalismus an der Schule für Angewandte Linguistik in Chur und Zürich studiert und lebt mit seiner Familie in Cazis, wo er auch aufgewachsen ist. Mehr Infos

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