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So kämpft Glarus künftig gegen den Klimawandel

So kämpft Glarus künftig gegen den Klimawandel

Der Kanton Glarus will zusätzliche Massnahmen ergreifen, um mit den Folgen der Klimaerwärmung umzugehen. Die Kosten dafür werden auf 180'000 Franken geschätzt.

Südostschweiz
vor 2 Wochen in
Politik
Der Klimawandel treibt Schneehasen in die Höhe.
FABIAN RIEDI / NATURVISION

Die Klimaerwärmung zeigt sich auch im Kanton Glarus: Das letzte Jahr war zusammen mit dem Jahr 2014 das zweitwärmste Jahr seit 90 Jahren. Nur das Jahr 2018 war noch wärmer. Das steht im Fortschrittsbericht, den der Glarner Regierungsrat bei seiner Sitzung am Dienstag zur Kenntnis genommen hat.

Diverse Klimasezenarien zeigen, dass Sommer künftig trockener, die Starkniederschläge intensiver und im Winterhalbjahr häufiger werden. Die Durchschnitts- und Höchsttemperaturen werden ebenfalls zunehmen. Die intensiven Regenfälle bis in hohe Lagen im Januar 2021 seien ein typisches Zeichen dieser Entwicklung, so die Glarner Regierung.

Ökosystem des Klöntalersees bedroht

Gemäss anerkannten Klimamodellen wird die Durchschnittstemperatur in Glarus bis 2035 um bis zu 1,3 Grad Celsius steigen. Für die Seen in mittleren Höhenlagen wie den Klöntalersee bedeute diese Entwicklung, dass sie sich nur noch einmal im Jahr vollständig durchmischen würden, da sie nicht mehr jährlich von einer Eisschicht bedeckt sein werden. Das wirkt sich auf das Seeökosystem aus. Die mögliche Folge: das Wachstum von giftigen Cyanobakterien.

Die Glarner Regierung will zum Schutz der Umwelt nun zusätzliche Massnahmen einleiten. Gemäss Mitteilung sind das folgende:

  • Mit ökologischer Infrastruktur Anpassungsfähigkeit der Biodiversität an den Klimawandel erhöhen
  • Information und Empfehlungen zum Schutz vor und zum Umgang mit Hitze
  • Schulung und Weiterbildung von Forstmitarbeitern im Bereich Grundlagen Standortkunde
  • Wirksamkeit Waldbrandwarnung erhöhen
  • Strategie Wald und Klimawandel im Kanton Glarus entwickeln (Defizitanalyse)

Die Kosten dafür werden auf 180'000 Franken geschätzt. Im Frühjahr 2023 soll die Umsetzung der Massnahmen kontrolliert werden. In diesem Rahmen soll ebenfalls ein aktualisierter Bericht über den Umgang mit der Klimaerwärmung vorgelegt werden. (jas)

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