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Zur Neuorganisation fast einig

Zur Neuorganisation fast einig

In der Gemeinde Glarus sollen Behörden und Verwaltung neu organisiert werden. Angeregt haben das acht Stimmberechtigte. In der Sache sind sie sich mit dem Gemeinderat nun einig – oder fast.

Marco
Häusler
vor 2 Wochen in
Politik
Glarus Gemeindeversammlung 2020.
Glarus Gemeindeversammlung 2020. Die nächste steht an.
SASI SUBRAMANIAM

An der Gemeindeversammlung vom 28. Mai soll im Grundsatz entschieden werden, ob Glarus wie bisher in einem Ressortsystem oder neu in einem Departementssystem wie auf kantonaler Ebene geführt wird. Bei einem Ja zum Wechsel würde die Gemeindeordnung überarbeitet und dem Souverän an der Herbst-Gemeindeversammlung vorgelegt. In Kraft träte sie schliesslich zum Beginn der neuen Amtsperiode per 1. Juli 2022.

Das ist ganz im Sinn jener acht Stimmberechtigten, die dem Gemeinderat im Februar 2019 einen Antrag unter dem Titel «Anpassung der Behörden- und Verwaltungsorganisation» eingereicht hatten. In leicht veränderter Zusammensetzung teilen sie den Medien jetzt mit: «Wir halten fest, dass sich der Gemeinderat intensiv mit unseren Forderungen auseinandergesetzt, uns miteinbezogen und über vorgesehene Schritte informiert hat.»

Einzige Differenz: das Pensum

Der jetzige Antrag des Gemeinderates entspreche fast vollständig dem Geforderten, steht in der Mitteilung weiter. «Die einzige Differenz liegt beim Arbeitspensum des Gemeindepräsidiums.» Es soll laut Gemeinderat 60 bis 80 Prozent betragen. «Wir vertreten aber die Meinung, das Pensum sei fix bei 60 Prozent festzulegen.»

In der flächenmässig kleinsten und mit vier Dörfern kompaktesten Glarner Gemeinde genüge das, die Verwaltung sei personell sehr gut aufgestellt, und mit dem Systemwechsel und der Angleichung der Pensen werde das Gefälle zwischen Präsidium und den Gemeinderatsmitgliedern eliminiert. «Damit ist aus unserer Sicht eine effiziente Führung gewährleistet», heisst es in der Mitteilung weiter.

Mit dem Systemwechsel würde dem Gemeindepräsidium die doppelte Verantwortung mit dem Vorsitz des Gemeinderats und der Geschäftsleitung entzogen. Alle sieben Mitglieder des Gemeinderates, auch das Präsidium, übernähmen in ihren Departementen die umfassende Führungs- und als Gesamtgemeinderat die strategische Verantwortung.

Die Geschäftsleitung soll neu eine Konferenz übernehmen, die unter dem Vorsitz der Gemeindeschreiberin oder des Gemeindeschreibers aus den fest angestellten Leiterinnen und Leiter der Departemente besteht.

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