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Migration an US-Südgrenze: Rund 14 000 Kinder in Obhut der Behörden

Migration an US-Südgrenze: Rund 14 000 Kinder in Obhut der Behörden

Derzeit sind gut 14 000 unbegleitete minderjährige Migranten und Flüchtlinge in der Obhut der amerikanischen Behörden, nachdem sie über die südliche US-Grenze ins Land gekommen sind.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Politik
ARCHIV - Zelte von Migranten, die in den USA Asyl suchen, stehen am Grenzübergang in Tijuana. Foto: Gregory Bull/AP/dpa
ARCHIV - Zelte von Migranten, die in den USA Asyl suchen, stehen am Grenzübergang in Tijuana. Foto: Gregory Bull/AP/dpa
Keystone/AP/Gregory Bull

Aktuell würden 9562 Kinder vom Heimatschutzministerium betreut und rund 4500 von der Grenzschutzbehörde CBP, erklärten ranghohe Beamte der US-Regierung am Donnerstag in einem Briefing für Journalisten. «Unser oberstes Ziel ist es, unbegleitete Kinder so schnell wie möglich mit einem Angehörigen oder Sponsor in den Vereinigten Staaten zu vereinen», sagte eine Beamtin. Etwa 90 Prozent der Minderjährigen könnten auf diesem Weg aus der Obhut der Behörden entlassen werden.

Die Zahl der Migranten, die aus Mexiko kommend illegal in die USA einreisen, ist zuletzt deutlich angestiegen. Daten des Grenzschutzes zufolge kamen allein im Februar knapp 9500 Minderjährige über die Grenze - fast doppelt so viele wie noch im Dezember. Familien und alleinstehende Erwachsene werden von den US-Behörden wieder ausgewiesen, unbegleitete Kinder aber nicht. Die Regierung von Präsident Joe Biden war zuletzt wegen der hohen Zahl minderjähriger Migranten in die Kritik geraten. Medienberichten zufolge werden sie unter teils ärmlichen Bedingungen untergebracht und verpflegt.

Ex-Präsident Donald Trump hatte eine harte Abschottung der Südgrenze zu einer seiner Prioritäten gemacht. Die Regierung seines Nachfolgers Biden hat diese Politik bereits zum Teil revidiert. Bidens Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas hatte am Dienstag erklärt, die Regierung erwarte einen weiteren deutlichen Anstieg der Zahl der ankommenden Flüchtlinge und Migranten. Es könnten mehr Menschen werden als in den vergangenen 20 Jahren, hiess es. Mexiko ist dabei häufig nur eine Durchgangsstation, gut die Hälfte der Migranten kommt aus Zentralamerika - etwa aus Honduras oder Guatemala.

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