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Die Bündner Gastrobranche sieht ein Licht am Ende des Corona-Tunnels

Die Bündner Gastrobranche sieht ein Licht am Ende des Corona-Tunnels

Der Bundesrat hat am Freitag über mögliche weitere Öffnungsschritte informiert. Konkret ist noch nichts entschieden, für die Bündner Gastronomen ist der Öffnungsplan trotzdem ein Lichtblick.

Südostschweiz
12.03.21 - 17:33 Uhr
Politik
Franz Sepp Caluori an der Februarsession 2021 in Davos.
PHILIPP BAER

Am Freitag hat der Bundesrat über das weitere Vorgehen in der Coronakrise informiert. Der Bundesrat plant zwar weitere Öffnungsschritte, explizit zum weiteren Vorgehen äusserte er sich aber nicht, der Entscheid soll erst in einer Woche fallen.

Trotzdem ist Franz Sepp Caluori, Präsident von Gastro Graubünden, positiv gestimmt. Denn der Öffnungsplan sieht vor, dass Restaurants ab einer allfälligen Lockerung – frühestens also ab dem 22. März – ihre Terrassen wieder bewirtschaften können. «Bisher hat der Bundesrat immer alles, was er angekündet und in die Vernehmlassung gegeben hat, auch so umgesetzt. Daher gehe ich davon aus, dass die Terrassen öffnen und darüber bin ich hoch erfreut», betont Caluori im Interview mit Radio Südostschweiz.

Bei Sonnenstrahl boomt das Geschäft

Die Bündner Gastronomen hätten nun endlich eine Perspektive. Caluori geht davon aus, dass jeder froh sei, wieder öffnen und arbeiten zu können und seine Mitarbeitende wieder einzusetzen. «Ich rate jedem Gastronomen, sofort alles bereit zu machen. Ich glaube, die Bevölkerung seht sich nach einem Restaurantbesuch, und wenn das Wetter mitspielt, werden wir überrannt.»

Ebenso positiv schätzt Clauori die Situation in den Skigebieten ein. Obwohl sich in vielen Bündner Wintersportdestinationen das Saisonende nähert, geht er davon aus, dass die Skigebiete trotzdem noch von der Öffnung profitieren würden. «Ich glaube, alle sind noch immer bereit, um sofort wieder loszulegen. Wenn an Ostern schönes Wetter ist, dann werden die Bergrestaurants sehr, sehr viel zu tun haben.»

Auch ohne Terassen keine schlechte Lage

Wie steht es aber um die Betriebe, die keine Terrassen haben und somit nicht von der möglichen Lockerung profitierten? Sind sie die Verlierer des Öffnungsplans? «Ich gehe jetzt davon aus, dass das der erste Schritt sein wird», sagt Calouri über die mögliche Öffnung der Aussenbereiche. Der letzte Sommer habe ja gezeigt, dass eine komplette Öffnung unter Einhaltung der Schutzkonzepte kein Problem darstelle. «Ich denke, der Druck, die Innnenräume auch wieder zu öffnen, wird nach Ostern wahrscheinlich gross.» Ausserdem könnten die Gastrobetriebe auch weiterhin Kurzarbeitsentschädigung beziehen.

Wenn es nach Caluori geht, wird die Bündner Gastronomie nicht so schlecht aus der Krise kommen wie die übrige Schweiz. «Man redet von 20 bis 30 Prozent Schliessungen. Hier im Kanton Graubünden ist es ein wenig anders», erklärt er und fügt an: «Da wir die Skigebiete offenlassen konnten, wird es bei uns nicht mehr Konkurse geben als in anderen Jahren.» Die Gastrobranche müsse nun das nehmen, was sie erhalte und darauf aufbauen. «Ich glaube, es ist der richtige Weg, dass man jetzt wenigstens langsam öffnet, sodass man nachher dann auch die Innenräume öffnen kann.» (paa)

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