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Italien vor Entscheidung über neue Corona-Regeln

Italien vor Entscheidung über neue Corona-Regeln

Italien wartet auf die Entscheidung der neuen Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. An diesem Montag ist ein Treffen des Kabinetts geplant, in dem es auch um das Corona-Dekret gehen soll, wie die Regierung am Samstagabend mitteilte. Die italienischen Medien spekulieren, dass Draghi stärker unterscheiden will, wie viel Risiko tatsächlich von Bars, Restaurants, Museen, Kinos und Fitnessstudios ausgeht.

Agentur
sda
vor 1 Woche in
Politik
Mario Draghi, Ministerpräsident von Italien, nimmt an einer Sitzung im Parlament teil. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa
Mario Draghi, Ministerpräsident von Italien, nimmt an einer Sitzung im Parlament teil. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa
Keystone/AP/Andrew Medichini

Ausserdem will der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank als neuer Regierungschef das Parlament und die Regionen stärker in Entscheidungen einbeziehen, wie die Zeitung «La Repubblica» am Sonntag schrieb. Damit soll auch verhindert werden, dass betroffene Unternehmer erst kurzfristig von Schliessungen erfahren - wie unlängst die Betreiber von Skiliften einen Tag vor einer geplanten Öffnung.

Italien will weiter auf sein System aus drei Corona-Zonen setzen, wie die Zeitung «Corriere della Sera» berichtete. Das Reiseverbot zwischen den Regionen mit Ausnahmen für Arbeit oder in begründeten Notfällen dürfte demnach bestehen bleiben. Im Raum steht auch, in einzelnen Regionen besonders strenge Regeln zu erlassen - etwa in der mittelitalienischen Provinz Perugia, wo die brasilianische Variante des Virus kursiert.

Einige Regionen hatten die Kriterien kritisiert, nach denen das Gesundheitsministerium die Zonen festlegt. Sie fordern, dass Draghi das System effizienter macht. In Italien mit seinen etwa 60 Millionen Einwohnern liegen die Corona-Fallzahlen seit Wochen etwa auf demselben Niveau. Sorge bereitet den Experten die Ausbreitung der Corona-Varianten. Insgesamt verzeichnen die Behörden bislang mehr als 95 400 Tote und mehr als 2,79 Millionen Infektionen.

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