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Glarner GLP will Bündner Teststrategie

Glarner GLP will Bündner Teststrategie

Die Glarner GLP hat bei der Regierung eine dringliche Interpellation eingereicht. Sie möchte die Bündner Teststrategie in den eigenen Kanton holen.

Südostschweiz
vor 2 Monaten in
Politik
Tag 1 des Flächentests Test Coronatest Massentest Covid 19 Corona
Das Modell «Massentest» hat es über die Bündner Kantonsgrenzen hinaus geschafft. Die Glarner GLP will dies nun auch in Glarus einführen.
MAYK WENDT

Graubünden setzt auf die Strategie «Testen, Testen und nochmals Testen». Unter anderem lassen viele Unternehmen ihre Mitarbeiter testen und wenn ein Virenherd entdeckt wird, gibt es einen Flächentest. Die Grünliberale Partei (GLP) des Kantons Glarus möchte auf diese Strategie aufspringen und hat eine dringliche Interpellation, gezeichnet von den Landräten Franz Landolt und Ruedi Schwitter, eingereicht. So heisst es in dem Schreiben: «Das Beispiel des Kantons Graubünden hat gezeigt: breites Testen kann dabei helfen, die Pandemie einzudämmen. Wir im Kanton Glarus sind aufgrund der relativ kleinen Bevölkerungszahl in einer guten Ausgangslage um ein ähnlich «breites Testen» der Bevölkerung auch durchzuführen.»

Viele Argumente

In der Interpellation werden viele Argumente, die für die Bündner Strategie sprechen, aufgeführt. So wird auch erwähnt, dass es mittlerweile nicht mehr nur den unangenehmen Stäbchen-Nasen-Test sondern auch den unkomplizierten Spucktest gebe. Ausserdem befürworte auch der Bundesrat die Bündner Teststrategie. Die aktuellen Massnahmen würden zudem stark auf das Gemüt der Glarner drücken und Massentests könnten eine baldige Rückkehr zur Normalität bedeuten.

 

Signalwirkung und Zusammenarbeit gewünscht

Auch das Image des Kantons könnte profitieren. So steht in der Interpellation: «Der Regierungsrat könnte mit der Strategie des breiten Testens eine Signalwirkung über den Kanton hinaus senden. Tiefe Infektionszahlen sind neben einem wirtschaftlichen Standortvorteil auch touristisch von Bedeutung. Das Glarnerland als Ferienregion könnte langfristig davon profitieren. Eine Zusammenarbeit mit Nachbarkantonen sollte dabei ins Auge gefasst werden.»

Ball liegt bei der Regierung

Mit dieser dringlichen Interpellation liegt der Ball nun bei der Regierung. Die GLP wünscht sich Antworten. Unter anderem auf die Frage, ob die Regierung das breite Testen auch als einen erfolgsversprechenden Weg sehe, um die Infektionszahlen möglichst schnell zu reduzieren. Auch stehen Veranstaltungen zur Diskussion. Mit den Schnelltests könnten diese wieder durgeführt werden. Ob sich die Regierung dies vorstellen könne, wird gefragt. Schlussendlich möchte die GLP, sollte die Bündner Teststrategie bei dem Regierungsrat auf Ablehnung stossen, alternative Vorschläge haben, um möglichst rasch tiefe Infektionszahlen zu erreichen. (mas)

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