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Ein Methusalem der Bündner Ställe wird saniert

Ein Methusalem der Bündner Ställe wird saniert

Seine ältesten Balken haben fast 700 Jahre auf dem Buckel. Jetzt soll der Lärchabodastall in Vals instand gestellt werden.

Jano Felice
Pajarola
vor 2 Monaten in
Politik
PRESSEBILD/KANTON GRAUBÜNDEN

So, wie der Lärchabodastall heute bei Vals in der Landschaft steht, datiert er aus den Jahren 1781/82. Doch einige seiner Holzbalken sind wesentlich älter, das haben dendrochronologische Untersuchungen des Archäologischen Diensts Graubünden ergeben: Sie stammen aus den Jahren 1329 und 1423. Damit gehören diese Teile des sogenannten Lärchabodastalls kantonsweit zu den ältesten noch erhaltenen Überresten von Stallbauten.

Nun kann das Gebäude saniert werden: Laut den am Donnerstag publizierten Regierungsmitteilungen unterstützt der Kanton die Instandstellung des historischen Objekts mit fast 46'000 Franken; fortan wird der Lärchabodastall deshalb auch unter kantonalem Denkmalschutz stehen. Ausgeführt wird das Projekt von der Valser Gandahus-Vereinigung, die das Ortsmuseum von Vals betreibt. Die Restaurierung des Stalls sei zwingend erforderlich, wolle man den langfristigen Erhalt des Gebäudes sicherstellen, so die Regierung. Anschliessend wolle die Gandahus-Vereinigung das Objekt für eine interessierte Öffentlichkeit zugänglich machen.

Den Lärchabodastall kann man sich übrigens ganz bequem in einem 3D-Modell anschauen und ihn sogar betreten:

Das 3D-Modell ist auf der Webseite «sketchfab.com» zu finden, wo unter anderen der Archäologische Dienst Graubünden derartige Arbeiten aus seinem Portfolio online stellt.

Als ältester noch integral erhaltener Stallbau in Graubünden gilt der Martinenga-Stall im Bergeller Ort Stampa. Sein Holz wurde gemäss Datierung geschlagen, als Kolumbus Amerika entdeckte: im Jahr 1492.

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