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Bündner Regierung beschliesst grossflächige Corona-Tests

Bündner Regierung beschliesst grossflächige Corona-Tests

Die Bündner Regierung hat eine umfassende Impf- und Teststrategie vorgestellt. Dazu gehören unter anderem regelmässige Tests in Schulen und Betrieben.

Südostschweiz
vor 1 Woche in
Politik
In der Schule Schiers wurden die Schüler im Rahmen eines Pilotprojektes getestet.
PHILIPP BAER

In den vergangenen Wochen sind in Graubünden diverse Pilotprojekte rund um Corona-Tests und Corona-Impfungen durchgeführt worden. Daraufhin beauftragte die Bündner Regierung den Kantonalen Führungsstab, eine Impf- und Teststrategie im Detail auszuarbeiten und umzusetzen. Dies schreibt das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit in einer Mitteilung. Diese Strategie steht nun fest. Die Umsetzung wird rund 25 Millionen Franken kosten.

Teil der Strategie sind unter anderem grossflächige Tests. Getestet werden sollen Schüler, Studenten, Lehrer und Arbeitnehmer in Betriebe. Dies mittels PCR-Speicheltest. «Die Auswertung der bereits durchgeführten Tests in Regionen, Betrieben und Schulen zeigt, dass regelmässige Tests erheblich zur Reduktion der Ansteckung beitragen», so das Departement. In allen Regionen, in denen Flächentests durchgeführt worden seien, habe es für mindestens fünf Tage weniger Neuansteckungen gegeben. In der Region Bernina halte diese Entwicklung gar bis heute an.

Testzentren werden zu Impfzentren

Geplant sind ausserdem neun Testzentren in der Region, die im Rahmen der neuen Strategie auch zu Impfzentren ausgeweitet werden. Sie nehmen ihren Betrieb aber nicht vor dem 20. Januar auf, wie es heisst. Die Zentren basieren grundsätzlich auf der Infrastruktur der Spitäler und werden vom Zivilschutz unterstützt. Sie sollen in Schiers, Chur, Ilanz, Thusis, Davos, Samedan, St. Moritz, Cama und Poschiavo stehen.

An diesen Orten sollen Test- und Impfzentren entstehen.
KANTON GRAUBÜNDEN

Impfstoffverteilung und mobile Impfequipen

Auch in Sachen Impfungen geht es voran. Bisher konnten die Impfequipen in den beiden ersten Wochen insgesamt rund 200 Impfungen verabreichen. Geimpft werden derzeit Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen.

Sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe, werde er gemäss einem definierten Schlüssel auf die Impfzentren in den Regionen verteilt, heisst es weiter. Auch die Hausärztinnen und Hausärzte sollen in den Impfprozess involviert werden, da mit dem Moderna-Impfstoff ein weiterer zugelassen wurde. Aufgrund der begrenzten Impfstoffmenge sollte dies aber nicht vor dem 22. Februar der Fall sein. (so)

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Ist es zu viel erwartet, dass sich das Gesundheitsamt des Kantons zuerst umfassend über den neusten Stand informiert, bevor sie der Regierung so einen Stuss rät? Es sollte mittlerweile bekannt sein, dass der PCR-Test und gar der Schnelltest keine probaten Diagnosemittel darstellen, da immer noch gilt positiver Test ungleich Infektion. Die neusten Studien zeigen auf, dass sämtliche Massnahmen (Testen, Maske, Lockdown) keinen Einfluss auf den Verlauf der Pandemie haben. Ebenso besagen neuste Studien, dass asymptomatische angeblich Positive keine Überträger sind, da sie viel zu wenig Viruslast haben, sonst wären sie ja krank. Auch die Mediziner in Österreich, die bereits Erfahrung mit solchen Massentest haben, bescheinigen den völligen Unsinn eines solchen Tuns. Liebe Mitmenschen, es gibt keine Testpflicht so wie es auch keine Impfpflicht gibt. Hört auf mit der unnützen Testerei und die ganze Krise wäre sofort beendet. Wenn der Kanton angeblich soviele Millionen vorig auf dem Konto hat, sollte er dieses Geld lieben den Kulturschaffenden, der Gastronomie und den selbstständigen Kleinunternehmen geben, als es derart sinnlos zu verschleudern.

Endlich jemand der richtig denkt ! Habe schon Mal ein Kommentar im Blich publiziert.

Mein Kommentar im Blick vor einigen Tagen: Aufgrund der Resultate von extremen Lockdowns in den meisten Nachbarländern bringen diese weitere Maßnahmen gar nichts. Sie schaden nur der Wirtschaft unseres Landes. Weiter verstehe ich nicht warum man nicht lernt wie China die Pandemie gemeistert hat. Hier wartet man bis jemand krank ist um ein Test zu machen der noch freiwillig ist und zum Teil selber bezahlt werden muss. Es ist eine absolut unlogische Vorgehensweise. Man warte also bis einer Symptome hat bis man reagiert. In der Zwischenzeit hat dieser unbewusst viele weitere angesteckt. Hier ist wirklich ein Umdenken unserer Regierung erforderlich.

Wenn die Leute im HO arbeiten, wird es in den meisten Betrieben schwierig, eine repräsentative Anzahl Tests durchzuführen.
Die Impfung durch die Hausärzte ist nicht einfach, da diese bereits mit "normalen" Krankheiten wohl ziemlich ausgelastet sind.

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