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Krisenbewältigung verlangt Solidarität

Krisenbewältigung verlangt Solidarität

In seiner 1.-August-Ansprache zitierte Landammann Tarzisius Caviezel den (inoffiziellen) Wahlspruch der Eidgenossenschaft: Alle für einen, einer für alle. In der aktuellen Situation ist er wichtiger denn je.

Davoser
Zeitung
vor 2 Monaten in
Politik
Solidarität muss nun die Einzelnen schützen.
Marcel Giger snow-world.ch

Schliesslich ist es eine Tatsache, dass derjenige, der sich heute nicht an die geltenden Regeln hält, ein für sich selber zwar möglicherweise kalkulierbares Risiko eingeht, aber unwissentlich viele in Gefahr bringen kann. Diese kurzsichtige und egozentrische Sichtweise widerspricht nicht nur den Grundsätzen, auf denen unser Land aufgebaut ist, sondern sie lässt auch die Solidarität vermissen, welche in der Schweiz traditionell einen sehr hohen Stellenwert hat.

Dabei kann uns nur Solidarität dabei helfen, die Corona-Krise zu überwinden – auch wenn das für den Einzelnen bedeuten kann, in einzelnen Situationen Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen. Verglichen mit dem, was andere aufgrund von Covid-19 auf sich nehmen müssen, sind diese Einschränkungen vertretbar.

Zu ihnen gehört beispielsweise das Tragen einer Maske. In der vergangenen Woche hat der Kleine Landrat ein Schutzkonzept verabschiedet, das sich unter anderem mit dem Thema Schutzmaske befasst. Gemäss diesem Konzept tritt per heute Dienstag, 22. Dezember, eine Maskentragpflicht in den innerstädtischen Bereichen von Davos in Kraft. Sie betrifft die geschlossenen Ortsbereiche von Davos Dorf und Davos Platz, den See-Rundwanderweg sowie die Aussenbereiche um die Talstationen der Bergbahnen Rinerhorn und Pischa. Von der Maskenpflicht ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren, Personen in Ausübung sportlicher Tätigkeiten sowie Insassen von Privatfahrzeugen, sofern alle Insassen aus dem gleichen Haushalt stammen. Wichtig ist die Feststellung, dass das Konzept nur dann Gültigkeit erhält, wenn sich der Kanton Graubünden am Montagnachmittag für die Offenhaltung der Bergbahnen auf Kantonsgebiet entscheidet. Da der Krisenstab derzeit jeweils am Montagmorgen tagt, ist diese Entscheidung darum zum Zeitpunkt der Sitzung noch offen. Was gilt, ist der Webseite der Gemeinde (www.gemeindedavos.ch) zu entnehmen.

Der Krisenstab hält ausdrücklich fest, dass das Schutzkonzept der Gemeinde Davos – sollte es in Kraft treten – hilft, die Ansteckungszahlen in der Gemeinde tief zu halten. Damit wird die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Davoser Skigebiete offenbleiben und die Tourismussaison weitergeführt werden kann. Der Krisenstab weiss, dass es die Tourismusbetriebe im Moment nicht leicht haben – und die Davoserinnen und Davoser auch nicht. Gemeinsam an einem Strick zu ziehen, ist darum der einzig sinnvolle Weg, um aus der herrschenden Situation das Bestmögliche herauszuholen.

Im Spital Davos präsentiert sich die Situation gegenwärtig entspannt. Am Sonntag belief sich die Zahl der wegen Covid-19 stationär behandelten Patienten auf zwei. Eine Person musste intensiv überwacht werden. Im Spital stehen derzeit 16 freie Betten zur Verfügung. Ausgeschöpft sind hingegen die Möglichkeiten zur intensiven Überwachung.

Ebenfalls unproblematisch ist die Situation im Augenblick im Alterszentrum Guggerbach sowie im Pflegeheim des Spitals. Für die Weihnachtstage hat das Zentrum Guggerbach besondere Regeln erlassen, um Bewohnerinnen und Bewohnern das Feiern mit ihren Familien zu ermöglichen. Wer ausserhalb des Zentrums feiert, muss sich demnach nach seiner Rückkehr zehn Tage in Quarantäne begeben.

Obwohl derzeit viel von Skepsis gegenüber der Covid-19-Impfung zu hören und zu lesen ist, wird das Spital Davos derzeit mit Anfragen zur Impfung überhäuft. Wann die Impfungen im Landwassertal anlaufen, ist derzeit noch nicht gesichert. Fest steht aber, dass das Spital Davos eines der Impfzentren sein wird. Weil der Impfstoff besondere Anforderungen stellt – er muss unter anderem bei sehr tiefen Temperaturen gelagert und transportiert werden –, müssen gegenwärtig noch einige logistische Voraussetzungen geschaffen werden, bevor der Impfbetrieb aufgenommen werden kann.

 

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